Ernteschätzung

Australischer Raps weckt Hoffnungen


Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) rechnet 2016/17 mit einer australischen Weizenerzeugung von 28,3 Mio. t. Das wären 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Rapserzeugung soll sogar um 24 Prozent auf 3,7 Mio. t steigen.

In beiden Fällen berichten USDA-Beobachter von sehr guten Wachstumsbedingungen seit Anfang September. Vor allem die Niederschläge sind seit der Aussaat, die in Australien im Mai begonnen hat, überdurchschnittlich hoch. Im Vorjahr war es dagegen vielfach zu trocken. Der Drusch beginnt in Australien im Dezember.

Australischer Raps ist in der EU begehrt. In der Saison 2015/16 sind nach Angaben von Oil World von „Down under“ rund 1,8 Mio. t importiert worden. In dieser Saison könnten es 2,0 Mio. t werden, denn die EU-Ernte ist klein. Deutsche Ölmühlen gehören zu den wichtigsten Abnehmern. Die Ufop berichtet für 2015/16 von deutschen Importen in Höhe von 636.000 t.

Bei australischem Weizen kursieren in Australien sogar höhere Ernteschätzungen von bis zu 31 Mio. t. Da Australien nur einen Inlandsbedarf von etwa 8 Mio. t hat, stünden hohe Mengen für Exporte zur Verfügung. Traditionelle Abnehmer von australischem Weizen befinden sich in Asien. (db)
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