Prager Karlsbörse

B-Weizen weitgehend geräumt


Rund 700 Besucher der Börse tauschten sich in Prag zum aktuellen Marktgeschehen aus.
-- , Foto: Prager Karlsbörse
Rund 700 Besucher der Börse tauschten sich in Prag zum aktuellen Marktgeschehen aus.

Der noch unverkauften Menge an Brotweizen in Deutschland und Europa steht im Moment eine gute Nachfrage gegenüber. „Sowohl aus der Kraftfutterindustrie als auch von den Mühlen kommt immer wieder Nachfrage nach Weizen“, so ein Teilnehmer der Veranstaltung. Somit fließen nicht erst jetzt auch A- Qualitäten in den Futtertrog. Die Prämien für bessere Qualitäten fallen sehr gering aus. Maximal 20 Prozent unverkaufte Mengen wird noch bei Handel und Landwirtschaft vermutet. Festere Preise sehen viele Marktteilnehmer für Weizen bis zum Anschluss an die neue Ernte jedoch kaum. Ein Wegbrechen der Kurse nach unten wird allerdings auch nicht erwartet. Regional bezahlen Mühlen in Tschechen höhere Preise für die Ware als im Export zu erzielen ist.

In Osteuropa dagegen gehen andere Marktteilnehmer durchaus von noch reichlich Menge an Weizen aus. So könnten in Ungarn noch rund 40 Prozent unverkaufter Mengen an Weizen liegen. Aktuell scheitern Geschäfte aber an den Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern.

Die Winterungen in Tschechien werden regional unterschiedlich bewertet. Allerdings rechnet die Branche nicht mit größeren Ausfällen. Regional könnte der Umbruch von Raps zu einer leicht größeren Fläche bei Sommergerste führen. Aktuell läuft die Aussaat bei optimalen Bedingungen. Verkauft haben die Landwirte Getreide der neuen Ernte auch in Tschechien aber nur sehr verhalten.

Rund 700 Teilnehmer konnten die Veranstalter der Börse in Prag begrüßen. Vor zwei Jahren lag die Zahl der Teilnehmer noch bei etwa der Hälfte. Den Schwerpunkt der Besucher bilden Teilnehmer aus Tschechien, der Slowakei, Polen, Österreich und Deutschland. (dg)
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