CFTC-Report

Bären stürzen sich auf Mais

Institutionelle Anleger wie Fondsmanager haben ihre Short-Position bei Mais an der Chicago Board of Trade (CBoT) zuletzt ausgebaut und damit ihre Wette auf fallende Preise verstärkt. Das geht aus dem jüngsten Positionsbericht der US-Terminbörsenaufsicht CFTC für die Woche bis Dienstag, 12. September, hervor.

Demnach haben diese Anleger ihre Short-Position, die Wetten auf sinkende Preise abbildet, um knapp 15.000 Kontrakte erhöht. Die Long-Position, die Annahmen auf steigende Preise spiegelt, bauten sie im gleichen Zeitraum nur um gut 2.500 Kontrakte aus. Insgesamt blicken institutionelle Anleger bärisch gestimmt auf Mais an der CBoT, denn einer Long-Position mit gut 218.500 Kontrakten steht eine Short-Position mit knapp 335.000 Kontrakten gegenüber. Diese Positionierung passt zu den Erwartungen an eine komfortable Maisbilanz weltweit.

Etwas Luft nach oben bei Weizen

Bei den Futures auf Soft-Red-Winter-Weizen in Chicago positionierten sich institutionelle Anleger im Berichtszeitraum vergleichsweise zurückhaltend. Sie sehen aber offenbar etwas mehr Luft nach oben für die Preisentwicklung. In der Berichtswoche kürzten Fondsmanager und andere branchenfremde Anleger ihre Short-Position um gut 3.100 Kontrakte auf knapp 169.600 Kontrakte. Die Long-Position schrumpfte um lediglich rund 140 Kontrakte auf knapp 92.900 Kontrakte.

Die bullischere Positionierung infolge des monatlichen Marktbericht „Wasde“ des US-Agrarministerium USDA am vergangenen Dienstag dürfte sich erst im kommenden CFTC-Bericht komplett niederschlagen. Das USDA hatte seine Prognose für die weltweiten Weizenendbestände 2017/18 gekürzt.

Die Sojabohnen-Futures in Chicago zogen auch Bullen unter den Fonds-Anlegern auf sich, wenn auch im kleinen Stil. Die Long-Position bauten die institutionellen Anleger in der Berichtswoche um rund 4.000 Kontrakte auf knapp 87.300 Kontrakte aus. Die Short-Position kürzten sie um knapp 1.300 Kontrakte auf 94.500 Kontrakte. (pio)
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