Märkte am Mittag

Banger Blick auf Maisbestände

Die süddeutschen Warenbörsen konnten sich zwar im Laufe der vergangenen Woche etwas befestigen. Doch von einer Trendwende ist man offensichtlich noch weit entfernt.


Erste Mühleneinstandspreise für die neue Ernte werden frachtfrei südbayerischer Empfangsstation für B-Weizen mit gut 170 €/t besprochen. Für A-Weizen sind 180 €/t franko im Gespräch. Bei diesen Preisen ist das Angebot nicht drängend. Überhaupt ist der physische Markt in diesen Tagen recht ruhig. Die Landwirte haben einen Teil der neuen Ernte eingelagert und warten ab, wie sich die Preise entwickeln. Vor allem für die höheren Qualitäten spekulieren sie auf steigende Kurse. Aktuell werden Erzeugerpreise für B-Weizen im Schnitt von 157,50 €/t netto, frei Erfassungslager genannt. A-Weizen wird im Mittel mit 167 €/t abgerechnet. Allerdings gibt es erhebliche regionale Preisunterschiede.  

Sorge bereitet den Landwirten die bevorstehende Maisernte. In den Trockenlagen Bayerns sind die Bestände teilweise vertrocknet. Die Kolbebildung ist völlig unzureichend. Inzwischen werden die Maisschläge bereits siliert "um zu retten, was noch zu retten ist", so ein bayerischer Landwirt. 

Die Auswirkungen auf die Getreidepreise, insbesondere auf Roggen, müssen abgewartet werden, falls Biogaserzeuger hier im großen Stil zukaufen. Für Brotroggen erhalten die Landwirte 140 bis 142 €/t netto. (HH)
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