Märkte am Mittag

Belebung erst im neuen Jahr

Markttendenz
Die aktuellen Preise mobilisieren in der Landwirtschaft nur wenig Ware. Der überregionale Futtergetreidemarkt wird von logistischen Problemen beeinflusst.
Die Verarbeiter haben sich inzwischen wieder etwas zurückgezogen. Es wird zwischen den Marktpartnern mehr geredet als gehandelt. Man zeigt sich nur an besonders preiswerten Weizenofferten interessiert. Die sind aber selten. Insgesamt tendiert Weizen durchwegs stabil; für die höheren Qualitäten sogar etwas fester.

Die vereinzelten Notizgewinne halten sich allerdings in engen Grenzen. An der Produktenbörse Landshut/München notiert Backweizen mit 220 Fallzahl und 11,5 Prozent Protein mit 155 bis 159 frachtfrei südbayerischer Empfangsstation. Für A-Weizen mit 240 Fallzahl und 13 Prozent Protein werden 161 bis 165 € genannt. Die Verarbeiter verweisen in der Regel weiterhin auf eine ausreichende Versorgung in der vorderen Position. Mit einer Belebung der Nachfrage wird erst nach dem Jahreswechsel gerechnet.

Die Erzeugerpreise sind regional recht unterschiedlich für B-Weizen erhalten die Landwirte im Mittel Bayerns etwa 139 €/t netto frei Erfassungslager. Dabei schwanken die Erlöse zwischen 135 bis 140 €. A-Weizen wird im Schnitt mit 144,50 €/t netto abgerechnet. Die Preisschere klafft auf Erzeugerebene zwischen 141 und 150 €/t auseinander. Diese Preise mobilisieren nur vergleichsweise wenig Ware. Vor allem bei den höheren Qualitäten halten sich die Landwirte bedeckt.

Man erwartet offensichtlich im kommende Jahr etwas attraktivere Gebote seitens der Erfasser und Verarbeiter. Dabei spielen natürlich die künftigen Exportmöglichkeiten eine wichtige Rolle. Zuletzt hat das Drittlandgeschäft mit deutschem Weizen in der Tat leicht an Dynamik gewonnen. Die Konkurrenz am Weltmarkt nimmt allerdings währungsbedingt wieder zu. Futterweizen wird im Rahmen eines laufenden Bedarfsgeschäftes von den Mischfutterwerken geordert. Auch hier ist die Tendenz durchaus stabil; dies ist vor allem in den Veredelungsregionen zu erkennen. Hier und da gibt es am Markt für Futtergetreide logistische Probleme. Knappe LKW-Kapazitäten sowie anhaltendes Niedrigwasser sind hier die Stichworte. (HH)
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