Märkte am Mittag

Bestände an Futtergetreide gering

In diesem Jahr gehen Landwirtschaft und Verarbeitungsindustrie im Süden Deutschlands mit geringeren Beständen in die neue Ernte- so die Einschätzung von Marktbeobachtern. Aktuell ist die Nachfrage nach Weizen und Gerste im Süden aber ruhig. Die Verarbeiter scheinen gut versorgt zu sein. Auch das Angebot aus der Landwirtschaft ist nicht mehr sehr groß. So halten sich Angebot und Nachfrage die Waage. Allerdings rechnen Branchenteilnehmer noch mit einem Bedarf der Verarbeiter bis zum Anschluss an die Ernte.

Markttendenz
Nachfrage nach Futtergetreide wird im Süden Deutschlands bis zum Anschluss an die neue Ernte noch erwartet. 
Während Südoldenburg nach wie vor Ware aus weiten Teilen Deutschlands zieht, sind die Beneluxstaaten nicht mehr so drängend am Markt wie in den vergangenen Wochen. Schwacher Weizen aus Frankreich der vergangenen Ernte gelangt offenbar an den Markt und kann die Nachfrage der Mischfutterhersteller in den Nachbarländern decken. So kann ein deutlicher Anstieg der Preise für Weizen aufgrund dieser Warenströme möglicherweise gedeckelt werden.

Für Mais wird in Süddeutschland ebenfalls mit einer weiteren Nachfrage gerechnet. Auch hier geht der Markt von gut geräumten Beständen aus. Die Aussaat der neuen Ernte ist in Bayern zu zehn bis zwanzig Prozent abgeschlossen. Erste Bestände hatten einen Vorsprung von zwei Wochen im Vergleich zu anderen Jahren. Die Aussaatbedingungen waren bisher gut.

In Paris gibt der Weizen heute Vormittag noch einmal nach. Der Mai verliert zu gestern 1,00 €/t auf 163,50 €/t. Mais hält das Niveau des Vortages von 173,75 €/t im Juni. Raps macht wieder etwas Boden gut und legt 1,00 €/t auf 396,75 €/t zu. (dg)
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