USDA-Weizenschätzung

Bestandsaufbau bei Weizen

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In den USA gibt es ein deutliches Gefälle zwischen den Winter- und Sommerweizenqualitäten. Während der Hard Red Winter deutlich unter der Trockenheit und Frostschäden gelitten hat, profitiert der Hard Red Spring von ausreichender Feuchtigkeit und günstigen Temperaturen in den Anbaugebieten. So beschreibt heute das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) die Lage in den USA in seiner Juli-Prognose (Wasde). Das knappere Angebot von Hard Red Winter könnte das Volumen der US-Weizenexporte schmälern. Das USDA verweist in seinem Juli-Bericht starke Wettwerber auf dem Exportmarkt.

Die globale Weizenproduktion hebt das USDA um 3,6 auf 705,2  Mio. t gegenüber der Juni-Schätzung an. Allein in der EU dürfte die Weizenernte 2014 knapp 148 Mio. t erreichen, rund 1,6 Mio. t mehr als noch im Juni veranschlagt. Allerdings könnte mehr Futterweizen anfallen, denn besonders in der Donauregion haben die Bestände aufgrund von Überschwemmungen gelitten. Höhere Flächenschätzungen kommen aus Australien. Auch Brasilien und Serbien dürften mehr Weizen ernten und die globale Weizenproduktion anheben. Dagegen gibt es Trockenschäden in Kasachstan.

Der globale Weizenverbrauch kratzt nun an der Marke von 700 Mio. t  Die Endbestände werden mit 189,5 Mio. t zunehmend komfortabler. Die USDA-Zahlen schicken Weizen für den Novemberkontrakt an der Warenterminbörse in Paris weiter in die Tiefe mit 180,50 €/t. Innerhalb eines Monats hat der Kurs 8,50 €/t verloren.  (da)  
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