Außenhandelsbilanz

Binnenmarkt für Schweinefleisch schrumpft

In der 1. Jahreshälfte 2016 ist der Intrahandel im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 5 Prozent zurückgegangen. Gründe sind eine rückläufige Nachfrage in der EU sowie nationale Bestrebungen, die inländische Produktion zu bevorzugen, vermutet der Verband der Fleischwirtschaft (VdF). So hat beispielsweise Frankreich die Regelungen für die Herkunftsangabe ausgeweitet. Mit einem jährlichen Volumen von mehr als 5 Mio. t ist der Schweinefleischhandel zwischen den Mitgliedstaaten der EU etwa dreimal so hoch wie das Handelsvolumen mit Drittländern.

Mehr als 80 Prozent des gesamten Binnenhandelsvolumens kamen aus den sechs führenden Exportländern, wobei Deutschland allein mit 639.000 t rund ein Viertel der Gesamtmenge lieferte. Die größten Nettoexporteure sind Spanien mit einem Handelsüberschuss von 403.000 t, danach folgten Dänemark (341.000 t), Belgien (275.000 t) sowie die Niederlande und Deutschland (mit jeweils 200.000 t).

Frankreich (-20 Prozent), die Niederlande (-19,6 Prozent) und Österreich (-13.7 Prozent) reduzierten ihre Einfuhren aus anderen EU-Ländern am stärksten. Die Slowakei (31,5 Prozent), Rumänien (11,9 Prozent) und Großbritannien (8,0 Prozent) zeigen hohe Zuwachsraten im Import. Bei Export in andere EU-Länder errechnen die Statistiker von Eurostat für die Niederlande ein Minus von 18,2 Prozent. Auch Dänemark (-10,7 Prozent) und Frankreich (-7,9 Prozent) verlieren im innergemeinschaftlichen Handel Marktanteile.

Die Ausfuhrmenge Deutschlands in andere EU-Länder sank um 8,5 Prozent zugunsten der Exporte in Drittländer, vor allem nach China. Deutschlands Bezüge im Binnenhandel sanken ebenfalls um 8,5 Prozent auf rund 437.000 t. Damit belegte Deutschland nach Italien (481.000 t) Platz 2 der Importländer. (SB)
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