Märkte am Mittag

Binnenschiffe sind ausgelastet

Die Kontraktabwicklung für das Exportgeschäft wird immer mehr zu einer logistischen Herausforderung. Für vordere Termine ist das Neugeschäft auf Hamburg deshalb klein. „Ware, die wir heute verkaufen, wird sofort abgerufen, das können wir nicht abwickeln“, beschreibt ein Händler die Situation. Auf den niedersächsischen Höfen liegen wohl noch 10 bis 15 Prozent der Weizenernte. Die Termine bis zur neuen Ernte werden besprochen doch liegen für B-Weizen die Geld- (170 €/t) und Briefkurse (180 €/t) zu weit auseinander. Nur vereinzelt kommt es zu ersten Verkäufen der neuen Ernte. Ab Hof werden für das östliche Niedersachsen Preise von 170 bis 175 €/t genannt. Die meisten Landwirte sind derzeit mit der Düngung und dem Rübendrillen beschäftigt und sehen der neuen Ernte gelassen entgegen.

Die Südoldenburger und niederländischen Futtermühlen zeigen wieder etwas mehr Interesse. Wie schon in den vergangenen Tagen folgte der Kassamarkt den fallenden Matif-Kursen. Für Futterweizen werden franko Südoldenburg 186 €/t bezahlt, das sind noch einmal 2 €/t weniger als gestern. Mit 175 €/t wird auch Futtergerste etwas schwächer bewertet. Für deutschen Mais gibt es nur ein kleines Angebot. Frachtfrei Südoldenburg werden 184 €/genannt.

An der Matif endet die Woche für Weizen so wie sie begonnen hat: mit fallenden Kursen. Zum Mittag notiert er erneut schwächer, bei nun 188 €/t. Raps mit 367,50 €/t und Mais mit 162 €/t können sich behaupten. (SB)
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