Märkte am Mittag

Branchentreff in Turin

Auf einem schon ruhigen deutschen Getreidemarkt tut sich in einer verkürzten Woche noch weniger als sonst um diese Jahreszeit. Alle schauen nach Turin, wo am Freitag die Europäische Warenbörse stattfindet. Derzeit wollen die Abgeber bei dem schwachen Preisniveau wenig Ware verkaufen. Hinzu kommen steigende Kleinwasserzuschläge an den Binnenflüssen. Die Wasserstände sinken weiter. Gehandelt wird derzeit überwiegend Kontraktware. Hierauf kommen KWZ-Zuschläge von bis zu 5 €/t.  Aufmerksam beobachten Exporteure die Wiederkehr von Ägypten auf dem internationalen Weizenmarkt. Das Land hat bei der Einfuhr seine Null-Tolleranz-Pflicht gegenüber Mutterkorn in Weizen etwas gelockert und will sich den internationalen Terms wieder anpassen. In dieser Woche kam Russland mit der Lieferung von 260.000 t Weizen nach Ägpyten zum Zug.

An der Börse in Paris notiert Weizen für Dezember in dieser Woche nahezu unverändert bei 160,50 €/t.  
Die Silomaisernte ist in Deutschland weitgehend abgeschlossen. In den Höhenlagen steht noch einiges. Die Maiserträge sind dort, wo es wenig geregnet hat, unterdurchschnittlich. Überwiegend wird in Mitteldeutschland Maissilage für das Futter eingeholt. In Ostsachsen steht die Maisernte in den Startlöchern. Auch in Bayern steht der Körnermais noch auf dem Feld.

Die jungen Rapspflanzen können sich nach den Niederschlägen in der vergangenen Woche etwas erholen. Allerdings ist der Entwicklungsstand für die Jahreszeit mit 2 Blättern um einiges zurück. Die Rapsnotierungen für November an der Matif können sich dem Sog der Sojabohnen in Chicago nicht entziehen und geben heute mittag um 0,75 auf 376,25 €/t ab. (da)
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