Ernte 2014

Brandenburg meldet Rekorderträge

Der Landesbauernverband in Potsdam berichtet, dass zum Wochenanfang in Brandenburg noch rund 40.000 ha auf die Ernte warten. Das entspricht etwa 9 Prozent der landesweiten Druschfläche. Die meisten nicht geernteten Felder befinden sich in der Prignitz.

Die bisherigen Ergebnisse in Brandenburg zeigen Rekorde. Für Gerste nennt der Verband erstmals 7 t/ha in Landesdurchschnitt bei guten bis sehr guten Qualitäten. Beim Raps wurde sogar die Marke von 4 t/ha übertroffen. Auch bei Roggen und Weizen gibt es nach Angaben des Verbandes hohe Erträge - aber die Qualitäten schwanken sehr stark. Spätgeerntete Partien erreichen danach nur noch Futterqualitäten.

Der Verband berichtet, dass die gesamte brandenburgische Getreideernte voraussichtlich wegen der deutlich eingeschränkten Anbaufläche etwas kleiner als im Vorjahr sein wird. Vor allem der im Bundesland dominierende Roggenanbau hat deutlich verloren. Dagegen haben die anderen Getreidearten Weizen, Triticale und Gerste sowie der Rapsanbau zur Ernte 2014 zugelegt.

Als Grund für die deutliche Einschränkung des Roggenanbaus nennt der Bauernverband den Preisverfall nach dem Wegbrechen der Verwertung zur  Ethanolherstellung. Auch nach der Ernte 2014 hält der Preisdruck an.

Insgesamt beobachtet der Verband, dass viele Landwirte in Brandenburg ihr Getreide einlagern und auf Preissteigerungen im Herbst spekulieren. Sie rechnen damit, dass vor allem Backqualitäten noch gesucht werden. (db)
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