Märkte am Morgen: Ölsaaten

Brasilien erwartet kleinere Ernte


Sojakomplex: Ein guter Zustand der Bestände und Erträge, die leicht über den Erwartungen liegen, drücken die Sojakurse in Chicago. Nach den deutlichen Verlusten vom Montag gaben die Notierungen gestern nur noch leicht nach. Die November-Bohne schloss mit einem Minus von 0,6 Cent bei 9,66 US-$/bushel. Heute Morgen steht sie mit 1,2 Cent im Minus. Sojaschrot konnte um 70 Cent auf 316,20 US-$/short ton zulegen.

Die US-Sojabohnenernte ist zu 36 Prozent abgeschlossen, berichtete am Dienstag das UDSA. Der Fortschritt liegt leicht hinter dem Durchschnitt der Vorjahre von 43 Prozent. Die Erträge werden als etwas besser eingeschätzt als bisher erwartet. Analysten rechnen damit, dass das USDA im morgen erscheinenden Wasde die US-Sojaernte leicht anheben könnte.

In Brasilien wird sie Sojafläche voraussichtlich um 2,7 Prozent auf 34,5 bis 35,2 Mio. ha ausgedehnt. Die Experten der staatlichen CONAB rechnen dennoch mit einer deutlich kleineren Ernte von 106 bis 108 Mio. t und liegen sich damit im Rahmen der USDA-Erwartungen von 107 Mio. t. 2016/17 waren in Brasilien 114 Mio. t Sojabohnen geerntet worden. Dabei habe man von optimalen Witterungsbedingungen profitiert, die sich so sicher nicht wiederholen werden, geben die CONAB-Experten zu bedenken.

Raps: Raps gibt am Dienstag an der Matif deutlich nach. Der November verliert 2,25 € auf 164 €/t und fällt damit auf den tiefsten Stand seit knapp einem Monat. Canola stand am Dienstag nach dem langen Thanksgiving-Wochenende noch unter dem Einfluss der sinkenden Sojanotierungen vom Montag und verlor 1,50 Can-$ auf 495,20 Can-$/t. Unterstützung erhalten die Notierungen in Winnipeg durch den starken Export und die gute Verarbeitung. Außerdem besteht eine gewisse Verunsicherung, weil die Ernte in den nördlichen Anbaugebieten noch nicht eingebracht ist.

Palmöl: Die Notierungen in Kuala Lumpur fielen auch am Dienstag. Der Oktober-Future gibt um 29 Ringgit auf 2710 MYR/t nach. Die Notierungen folgen damit der Entwicklung an der Chinesischen Dalian Commodity Exchange.

Rohöl: Brent notierte gestern wieder deutlich fester. Das Fass verteuerte sich um 82 Cent auf 56,61 US-$. Die WTI-Notierung stieg um 1,34 US-$ auf 50,92 US-$/barrel. Gestützt wurden die Preise durch eine Einschätzung der OPEC, nach der die gute weltweite Konjunktur in diesem und im kommenden Jahr zur einer wachsenden Ölnachfrage führen wird. Außerdem will die Organisation weitere Länder für eine Förderbegrenzung gewinnen.

Euro/US-Dollar: Der Euro stabilisiert sich weiter. Heute Morgen steht der Euro bei 1,1816 US-$ so hoch wie zuletzt vor zwei Wochen. (SB)
stats