Schweinefleischexporte

Brasilien hofft auf Südkorea

Südkorea und Brasilien haben eine grundsätzliche Einigung über Schweinefleischlieferungen erzielt. Wie das Brasilianische Landwirtschaftsministerium erklärte, konnten die mehr als zehnjährigen Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Bevor die Lieferungen beginnen, müssen sich die brasilianischen Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe einem Zulassungsverfahren unterziehen, berichtet Agra Europe London. Die Exporterlaubnis gilt nur für Santa Catarina, der wichtigsten Region für die Schweineproduktion und dem einzigen Bundesstaat in Brasilien, der als frei von Maul- und Klauenseuche anerkannt ist.

Das Landwirtschaftsministerium erwartet, dass aus Santa Catarina jährlich 33.000 t Schweinefleischerzeugnisse mit einem Wert von 108 Mio. US-$ nach Südkorea geliefert werden können. Südkorea ist einer der weltweit wichtigsten Schweinefleischimporteure. Der Bedarf wird bisher vor allem durch Lieferungen aus der EU, den USA, Kanada und Chile gedeckt. Die Brasilianischen Exporteure erhoffen sich von der Marktöffnung zusätzliche Absatzmöglichkeiten und eine geringere Abhängigkeit von osteuropäischen Ländern. (SB)
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