Fleischexporte

Brasilien legt trotz Skandal zu

In Brasilien gingen im März die Exporte von Schweinefleisch wegen des Fleischskandals zurück, doch am Ende des ersten Quartals stand dennoch gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8,7 Prozent. Insgesamt exportierte das Land 179.000 t, teilte die Branchenorganisation ABPA mit. Die Auswirkungen des Skandals hielten sich in Grenzen. Im März war der Rückgang der Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat mit 3,7 Prozent deutlich geringer, als befürchtet. Allerdings waren die Missstände auch erst Mitte des Monats bekannt geworden.

Die brasilianischen Produzenten profitieren von den höheren Weltmarktpreisen. Der Warenwert stieg im ersten Quartal um 38,3 Prozent auf 151 Mio. US$. Wichtigster Abnehmer für brasilianisches Schweinefleisch bleibt Russland, mit einem Mengenanteil von 38 Prozent. Gegenüber 2016 konnten die Ausfuhren um 14 Prozent auf 68.000 t gesteigert werden. Auf den ostasiatischen Märkten tut sich Brasilien nach wie vor schwer. Die Exporte nach Hongkong verringerten sich um 13 Prozent auf 38.700 t, die nach China legten um 8,8 Prozent auf 15.500 t zu. Im Vergleich dazu sind die EU-Länder in Hongkong und China sehr viel besser im Geschäft. Allein im Januar und Februar gingen aus der EU 271.000 t Schweinefleisch nach China und 58.000 t nach Hongkong.

Die brasilianischen Exporteure hoffen, dass sich die Bedenken in Folge des Fleischskandals bald zerstreuen. Russland habe bereits öffentlich sein Vertrauen bekundet, ist ABPA-Chef Francisco Turra zuversichtlich. (SB)
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