Fleischexporte

Brasilien liefert mehr Putenfleisch

Brasilien hat im vergangenen Jahr seine Putenfleischexporte um 5,9 Prozent auf auf einen neuen Rekordwert von 132.900 t gesteigert. Die Einnahmen aus diesen Exporten sanken jedoch um 13,2 Prozent auf 288,2 Mio. US-$, teilte die Brasilianisches Vereinigung für tierisches Protein (ABPA) mit. Zum Jahresende verloren die Ausfuhren an Dynamik. Im Dezember lagen die Exporte um 1 Prozent niedriger als im letzten Monat des Jahres 2014. Der Ausfuhrwert verringerte sich um 23,3 Prozent. Das gute Gesamtergebnis für 2015 resultiere vor allem aus den starken Monaten April bis August, so die ABPA.

Wichtigste Abnehmer für brasilianisches Putenfleisch waren die EU (57.100 t, plus 10 Prozent) und Afrika (49,400 t, minus 6 Prozent). Deutlich Rückläufig war der Absatz auf dem nord- und südamerikanischen Markt (15.100 t, minus 38 Prozent), der zum Teil durch höhere Ausfuhren in europäische Länder, die nicht der EU angehören, ausgeglichen werden konnte (7.100 t, plus 29 Prozent).

Weniger Mais und Soja für Futtertröge

Gestiegen ist die Verarbeitungstiefe des Putenfleischs. Der Export ganzer Tiere ging um 72 Prozent auf 64 t zurück. Der Großteil wurde als Teilstücke ausgeliefert (83.400t, plus 5,2 Prozent). Die Menge verarbeiteter Putenfleisch-Erzeugnisse stieg um 7,4 Prozent auf 49.000 t.

Für die Zukunft warnt die ABPA in der Schweine- und Geflügelfleischproduktion vor steigenden Futterkosten. Grund seien höhere Preise für Mais und Sojabohnen in den wichtigsten Erzeugerregionen. Durch den starken Export und geringere Erntemengen könnten Mais und Soja aus der Region nicht ausreichen. Lieferungen aus weiter entfernten Anbaugebieten seien jedoch „unerschwinglich“. Brasilien wäre gezwungen Mais aus Paraguay und Argentinien zu importieren, doch auch dort seien die Überschüsse begrenzt. (SB)
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