Errnte 2014

Braugerstenkurse rückläufig

Mit gut 101.000 ha ist die Anbaufläche für Sommergerste in Bayern in diesem Jahr fast so groß wie 2013. Wie Dr. Markus Herz von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) auf der unterfränkischen Braugerstenrundfahrt in Würzburg erläuterte, erfolgte die Aussaat sehr früh in meist gut abgetrockneten Böden bei oft optimalen Bedingungen. Allerdings gab es in Teilen Unterfrankens und anderen Regionen Bayerns bereits Probleme mit der Trockenheit.

Die Niederschläge im Mai waren zwar gut, aber nach Ansicht von Herz nicht immer ganz ausreichend. Die Bestände sind in den guten Lagen aber durchaus befriedigend, während auf den schwächeren Standorten eine geringere Bestandesdichte und kurze Pflanzen zu erkennen sind. Im Landesmittel erwartet Herz einen Naturalertrag von etwa 4,8 bis 5 t/ha. Die Sortierung schätzt er auf 83 Prozent. Für den Freistaat prognostiziert der Pflanzenbauer ein Aufkommen an Sommerbraugerste mit den entsprechenden Qualitäten von cirka 270.000 bis 320.000 t.

An den aktuell sehr ruhigen Märkten tendieren die Braugersten-Notierungen eher seitwärts oder sogar leicht abgeschwächt. Im Vorfeld der Rundfahrt wurden Preise ex Ernte von Marktteilnehmern um etwa 208,00 bis 209,00 €/t franko genannt. Für Oktober/Dezember sind noch 210,00 bis 212,00 €/t im Gespräch. Die Preisvorstellungen für Winterbrauchgerste liegen zwischen 10,00 bis 15,00 € untern denen für Sommergerste. Regional soll es gelegtlich sogar Braugersten-Offerten aus Ungarn, der Slowakei und Rumänien geben. (HH)
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