Langer Mähdrusch

Britische Landwirte besorgt um Qualitäten

Erst jetzt kann der Branchenverband AHDB den Abschlussbericht zur britischen Getreideernte 2017 veröffentlichen. Allerdings waren selbst am Dienstag dieser Woche 4 Prozent der Mähdruschflächen in Großbritannien noch nicht geerntet. Und das, obwohl der Drusch für britische Verhältnisse früh gestartet war. Dann machte aber anhaltendes Schauerwetter die Ernte zu einer Hängepartie.

Verregneter Sommer

Die Meteorologen haben gemessen, dass von Juni bis August in den besonders betroffenen Regionen des Vereinigten Königreichs bis zu 170 Prozent der üblichen Regenmengen herunterkamen – gemessen am Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Meistens lagen die Niederschläge im 10 bis 50 Prozent über dem Mittelwert. Auch der September brachte für die Landwirte kein stabil sonniges Herbstwetter, sondern blieb unbeständig. Deswegen war in dieser Woche vor allem in Schottland, aber auch im Nordwesten Englands sowie in Wales vor allem Sommergerste noch nicht geerntet. Manche Farmer fürchten um die Braugerstenqualität.

Niedrigere Fallzahlen und Auswuchs

Bereits der Sommerregen hat die Qualitäten beeinträchtigt. Nach den bisherigen Analysen sind die Fallzahlen bei Weizen niedriger als in den Vorjahren. Der AHDB nennt bisher eine Spanne von 114 bis 350 Sek. Bei einigen Gerstenpartien ist es zu Auswuchs gekommen. Generell sind auch die Hektolitergewichte niedriger als in sonstigen Jahren. Was die Mengen anbetrifft, ist die Ernte unspektakulär. Weizen und Wintergerste haben nach den bisherigen Erkenntnissen leicht überdurchschnittliche Erträge gebracht, Sommergerste liegt im Mittel. (db)
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