Märkte am Mittag

Brotweizen mit wenig Eiweiß

Die Weizenernte in Niedersachsen ist von guten Erträgen und unbefriedigende Proteingehalten geprägt. Im Norden und Westen ist der Weizen bis auf wenige Restflächen geräumt. Im osten steht noch rund 50 Prozent des Weizens. Im Süden konzentrieren sich die Landwirte zunächst auf die noch verbliebenen Rapsflächen. Auch wenn der Weizen in Südniedersachsen nun die Druschreife erreicht hat, kommt die Ernte nur schleppend voran. Vielerorts sind die Felder nach den überdurchschnittlichen Niederschlägen nicht zu befahren. Zudem wird die Ernte immer wieder durch Regen unterbrochen.

Die Fallzahlen sind bisher stabil über 200 sec., die Erträge liegen über dem Durchschnitt. Als Problem werden die niedrigen Proteingehalte von häufig unter 12 Prozent angesehen. Reibungslos verlief die Ernte an der Nordseeküste. Auf Marschböden wurden je Hektar mehr als 10 t/ha Weizen und Gerste und 5 t/ha Raps geerntet. Erfreut sind die Landwirte zudem über die hohen Mengen und guten Qualitäten beim Getreidestroh. Prächtig entwickelt sich bisher der Mais. Überdurchschnittliche Silomaiserträge könnten die Landwirte dazu bewegen, mehr Mais als Körnermais zu dreschen.

An der Matif erholt sich Weizen etwas. Der Novemberkontrakt liegt gegen Mittag bei 176,50 €/t. Allerdings gibt es an der Börse technische Schwierigkeiten. Raps notiert für den November bei 324,50, ein Rückgang um 1,25 €/t gegenüber Vortag. (SB)
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