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Mais_13.09.2017.pdf
Der neuerntige Dezembermais 2017 hatte in Chicago sechs Handelstage lang mit dem 20-Tage-EMA (exp. gleitender Durchschnitt, rote Linie im Chart) gerungen, sich aber schließlich als unfähig erwiesen, diesen nach oben hin zu durchstoßen. In dieser labilen Position musste er gestern dem USDA-Bericht entgegen sehen. Der Report wurde vom Markt bärisch interpretiert, und die Preise rauschten in die Tiefe. Hierbei wurde das alte Tief bei 3,44 US-$ getestet. Ab diesem Preisniveau wurde aber neue Kaufkraft frei, die verhinderte, dass der Markt dieses Niveau durchbrach. Am Ende schlug ein erträgliches Minus zu Buche.

Das gestrige Preisverhalten glänzt sicherlich nicht durch Stärke, aber der Verkaufdruck war nicht so stark, dass der Abwärtstrend wieder aufgenommen wurde. Vielmehr dürfen wir die gestrige Schwäche in ihrer bisherigen Gestalt noch als Teil einer Bodenbildungsphase interpretieren.

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Robert Theis, H. Jürgen Kiefer GmbH. Für eine tägliche systematische Trendanalyse aller wichtigen Agrarmärkte siehe unsere "Agrartrends".
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