Märkte am Mittag

Bullische Impulse Mangelware

Markttendenz
Die Abwärtsbewegung an der Matif führen Beobachter auch auf Erntedruck in Südosteuropa zurück. Die Dezember-Notierung hat noch zwischen 5 und 8 €/t Luft nach unten.
Die Weizenkurse an der Matif haben den Rückwärtsgang eingelegt. Der Frontmonat September gibt gegen Mittag um 1,25 €/t gegenüber dem Vortag nach und wird mit 158,50 €/t bewertet. Der folgende Dezember-Kontrakt steht bei 163,50 €/t und wird damit 1,50 €/t schwächer als am Vortag bewertet. Weizen in Chicago dagegen notiert freundlich, während in Übersee die Bohnen- und Maiskurse etwas nachgeben.

Kurz vor Beginn des neuen Wirtschaftsjahres 2016/17 herrscht am deutschen Kassamarkt weiterhin Zurückhaltung. Am B-Weizenmarkt ist der Export derzeit mehr oder weniger zum Erliegen gekommen, heißt es aus Hamburg. B-Weizen franko Hamburg ex Ernte wird mit einer Minusprämie von 10 €/t auf den Matif-September-Termin bewertet. Basis September werden 2 €/t über dem Dezember-Termin angegeben, aber dahinter stehen nach Auskunft von Marktteilnehmern keine großen Geschäfte.

Mehr Kleinkorn

Bei Futtergerste besteht zwar Abgabebereitschaft, allerdings fehlen hier Käufer. Marktteilnehmer rechnen mit einer „Von-der-Hand-in-den-Mund-Strategie“ der Verarbeiter für das kommende halbe Jahr. „Im Mischfutterbereich gibt es wenige bullische Impulse, neue Aufstallungen sind nicht in Sicht“, sagt ein Beobachter.

Unterdessen läuft bereits der erste Drusch in Europa. Rumänien, die Ukraine und Spanien sind mitten in der Ernte. Aus Ostdeutschland und Teilen Frankreichs gibt es die erste Gerste. Für eine repräsentative Einschätzung der Qualitäten ist es jetzt natürlich noch zu früh, doch aus Frankreich und Deutschland ist von vermehrten Kleinkornanteilen zwischen 10 und 15 Prozent zu hören. Die Druschfeuchte liegt bei den ersten Partien in Deutschland bei 13 bis 15 Prozent, in Frankreich bei 12 bis 14 Prozent. (pio)
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