Commodity-Tag

CME-Weizenfuture übertrifft Erwartungen

Eric Hasham sieht den neuen CME-Future erfolgreich starten
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Eric Hasham sieht den neuen CME-Future erfolgreich starten

Auf dem 7. Commodity Tag der Bremer Landesbank zog Erik Hasham von der CME eine erste positive Bilanz über die Einführung des neuen europäischen Weizenfutures. Mit einem durchschnittlichen Volumen von fast 2000 Kontrakten und 4500 offenen Positionen habe er die Hoffnungen übertroffen. Die CME habe für zwölf Monate acht ‚Market Makers‘ unter Vertrag, die für Volumen und Liquidität des neuen Futures sorgen würden. Der derzeit höhere Preis gegenüber dem Matif-Weizenkontrakt sei gerechtfertigt, da die physischen Teilnehmer der Markt so einschätzen würden. Für September/Dezember kommenden Jahres sehe dies durch eine geänderte Angebots-Nachfragesituation aber schon anders aus. Die CME wolle sich in Europa auf den Weizen-Future konzentrieren, sich aber auch einen Maiskontrakt anschauen, falls der Markt dies fordere.

Ulrich von Fürstenberg, Euronext, wies darauf hin, dass der Weizenkontrakt der Matif mit den Andienungsorten Rouen und Dünkirchen auf den Export ausgerichtet sei. Ab September 2017 werde der Andienungsprozess optimiert werden und die Kontraktbedingungen in einen ausgesprochenen  Mahlweizen-Kontrakt mit 220 Fallzahl, 11 Prozent Protein und 76 kg/hl umgewandelt werden. Zurzeit sei die Liquidität aufgrund der kleineren Ernte in Frankreich kleiner als üblich. Der Rapsfuture habe sich dagegen sehr positiv entwickelt und Anfang der Woche einen neuen Rekordumsatz von 1,3 Mio. t verbucht.

Fürstenberg kündigte an, dass die Euronext am 14. November mit einem Düngemittelkontrakt für das standardisierte Produkt AHL-30 starten werde. Andienungsort wird wie bei Weizen Rouen sein. In der ersten Hälfte 2017 werde die Euronext zudem einen in Euro notierten EU-Weizenkontrakt anbieten, der die Möglichkeit bietet, EU-Zucker zu hedgen und innerhalb Europas anzudienen. (St)
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