Märkte am Morgen: Getreide

Chicago drückt auf Weizenkurs

Weizen: Die gedrückten Notierungen in Chicago lassen auch den Matifweizen bis zu 1,50 €/t schwächer schließen. Der Dezember notierte mit 164 €/t und hielt sein Stützungsniveau. Der September verlor mit weiteren technischen Bereinigungen und fiel auf 158,50 €/t.
 
In Großbritannien ist die Weizenernte zu 60 Prozent abgeschlossen. Die englische Ernte bringt gute Proteinwerte, passable Fallzahlen, bei allerdings etwas niedrigeren  Hektolitergewichten und Erträgen gegenüber dem Vorjahr. Unterm Strich können die Briten mit einer guten Weizenernte rechnen.
 
In Chicago gaben die Weizenkurse mit einem Minus von bis knapp 18 Cent/bushel kräftig nach, bewegen sich wieder auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren und markierten neue Kontrakt-Tiefststände. Der September verlor seine psychologische Stützung von 4 US-$/bushel und fiel auf 3,83 US-$/bushel.
 
Ägypten hat nach dem am Donnerstag stornierten Tender zum Wochenschluss 180.000 t Weizen in Russland gekauft. Der Preis auf cif-Basis lag bei 185,52 €/t.
 
Mais: Die Kurse in Chicago standen unter Druck und gaben bis zu 7,4 Cent/bushel nach. Der September fiel auf 3,16 US-$/bushel. Die ProFarmer-Erntetour im Mittleren Westen sah eine gute US-Maisernte. Die Teilnehmer prognostizierten einen Durchschnittsertrag  von 170,2 bushel/acre und eine Gesamternte 373 Mio. t. Die Schätzung  bleibt aber deutlich unter den sehr optimistischen Zahlen des USDA von 175,1 bushel/acre und einer Ernte von 385 Mio. t
 
An der Matif gaben die Maiskurse weiter nach. Der November fiel auf 164,25 €/t. Die  Bonitierung der französischen Maisbestände blieb mit 63 Prozent +/++ unverändert wie in der Vorwoche.
 
In der Ukraine hat die Maisernte eingesetzt. Das Agrarministerium erwartet eine Maisernte von 26 Mio. t, die das Vorjahresergebnis um 2,8 Mio. t übersteigen würde. (St) 
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