Märkte am Morgen: Getreide

Chicago inspiriert die Matif

Weizen: Mit Notizgewinnen bis zu 3,50 €/t profitiert die Matif von den festeren Vorgaben aus Chicago. Der Dezember schließt bei 183,50 €/t. Die Aussichten für die europäischen Weizenernten sind leicht gedrückt. Der europäische Prognosedienst Mars hat die Durchschnittserträge für den EU-Winterweizen von 5,93 t/ha auf 5,85 t/ha reduziert. Die Erträge liegen 4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, aber immer noch 3,3 Prozent über dem langjährigen Mittel.
 
In den deutschen Seehäfen finden zurzeit noch umfangreiche Verladungen für Weizenexporte in Drittländer statt. Neue Aufträge sind jedoch rar, denn vor dem Start in die neue Saison gilt der russische Weizen wettbewerbsfähiger.
 
In Chicago lassen Wettermärkte keinen Preisdruck aus der laufenden Weizenernte aufkommen. Die Kurse zogen bis 13,4 Cents/Bushel an. Nässebedingte Ernteverzögerungen im Mittleren Westen, dem Kerngebiet des in Chicago notierten Soft-Red Winterweizens sorgten für die festere Tendenz. In den südlichen Plains ist die Ernte dagegen etwas besser vorangekommen. Im Schnitt waren am Wochenanfang 19 Prozent der US-Winterweizenflächen abgeerntet. Der Erntestand liegt deutlich hinter dem langjährigen Mittel von 31 Prozent. Heute Morgen sind die Vorgaben aus Chicago für den Weizenmarkt erneut fester.
 
Mais: Die Sojabohnen-Rally und der feste Weizen kommen auch den Chicagoer Maiskursen zugute. Der Frontmonat liegt 6,6 Cents/Bushel zu. Auch bei Mais ist der Wettermarkt zu spüren. Die wöchentliche Bonitierung der US-Maisbestände in den Kategorien gut bis exzellent wurde um 2 Prozent gegenüber der Vorwoche zurückgenommen. 71 Prozent der Flächen befinden sich aber immer noch in einem guten Zustand.
 
An der Matif konnten die Mais-Futures mit Weizen und Chicago etwas zulegen. Der August legte 1 €/t auf knapp 163 €/t zu. Für November zogen die Kurse knapp 2 €/t auf 164,50 €/t an. (St)
stats