Märkte am Morgen: Getreide

Chicago korrigiert nach unten

Weizen: Rückläufige  Weizenkurse in Chicago und ein sehr ruhiger Handel ließen die europäischen Weizen-Futures etwas schwächer schließen. Der Mai verlor 1,50 €/t und fiel zum Wochenauftakt auf knapp 168 €/t. Die neue Ernte gab 1,25 €/t nach, der  Dezember notierte knapp unter 172 €/t. Die Aktivitäten am europäischen Weizenmarkt waren unterdurchschnittlich, denn in Frankreich war Feiertag.
 
Am Hamburger Markt schwächten sich die Prämien zum Wochenauftakt nach dem  vorangegangenen Kursgewinn wieder etwas ab. Für Weizen Basis 12 % Protein lagen sie je nach Geld- oder Briefseite bei 4 bzw. 6 €/t über Matif-Mai. Agenturberichten zufolge dünnt  sich das norddeutsche Weizenangebot nach den umfangreichen Drittlands-Exporten und Verkäufen in benachbarte EU-Länder zunehmend aus. In Süddeutschland stützt die lebhaftere Nachfrage Italiens die Weizenpreise etwas.
 
In Chicago ruderten die Weizenpreise wieder deutlicher zurück, der Juli verlor 8,6 Cent/bushel und schloss mit 4,33 US-$/bushel. Wetterbesserung bzw. keinen neuen Negativmeldungen dürften Gewinnmitnahmen ausgelöst haben. Mit 615.000 t Weizen toppten die wöchentlichen US-Exportverladungen die Erwartungen, konnten den  schwachen Tagestrend aber nicht drehen. 
 
Die wöchentliche Bonitierung der US-Winterweizenbestände wurde mit 53 % für die Kategorien gut bis exzellent 1 % niedriger als in der Vorwoche ausgewiesen. In Kansas hat sich der Zustand der Weizenbestände verschlechtert, denn 27 % werden nun mit schlecht bis sehr schlecht ausgewiesen (Vorwoche 16 %). Die Bonitierung der guten bis exzellenten Bestände in Kansas ging um 6 % auf 43 % zurück. Die Aussaat von Sommerweizen in den USA liegt mit 54 % weiterhin hinter dem langjährigen Mittel.  
 
Mais: Rückläufige Weizen- und Sojanotierungen belasten auch den Chicagoer Mais. Die Notierungen gaben 4,2 Cent/bushel nach, der Juli fiel auf 3,66 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportverladungen von 720.600 t kamen zudem schwächer herein, als erwartet. Die Maisaussaat in den USA ist zwar vorangekommen und am Wochenanfang waren 47 % der Bestände im Boden, doch der Stand liegt 5 % unter dem  langjährigen Durchschnitt und in einigen Kerngebieten des mittleren Westens hat sich im Wochenverlauf aufgrund von Nässe und Überschwemmungen nur wenig getan.
 
Die Maisnotierungen der Matif schlossen gut behauptet bis freundlicher. Der Juni notierte nach einem Plus von 0,50 €/t mit 174,50 €/t. (St)
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