Märkte am Morgen: Getreide

Chicago schiebt Matif-Weizen an

Weizen: Die lebhaften Weizenausfuhren aus der EU stützen weiterhin die Börsennotierungen. Der März kann an der Matif 2,50 €/t zulegen. Die Kursgewinne wurden durch festere Vorgaben der Chicagoer Börse unterstützt. Dort zogen die Weizenkurse nach Short-Abdeckungen bis zu 11,6 Cents/Bushel an, denn heute ist in Chicago Feiertag und es finden keine Notierungen statt. Auch der Kälteeinbruch in den im US-Weizengürtel mit Temperaturen bis zu Minus 18 °C gaben den US-Weizennotierungen Auftrieb.
 
Die Weizenexporte aus der EU laufen weiterhin zügig. In der Vorwoche wurden in der EU neue Exportlizenzen für Weichweizen von 626.000 t gezogen. Damit summieren sich die Lizenzziehungen in diesem Wirtschaftsjahr auf mehr als 19 Mio. t und haben das Vorjahresniveau um rund 500.000 t überschritten. Frankreich konnte in diesem Monat erstmals seit mehr als 14 Jahren einen Exportauftrag von 60.000 t nach Bangladesch platzieren.  
 
Am Hamburger Markt drückten die etwas festeren Börsennotierungen zum Wochenschluss auf die Kassaprämien. Die Prämien für Weizen mit 12 Prozent Protein wurde auf der Briefseite auf 5,50 €/t zurückgenommen.
 
Nach Agenturberichten bleibt die Chicagoer Börse bei ihrem Plan, Ende April einen eigenen europäischen Weizenkontrakt zu etablieren. Damit deutet sich ein ziemliches Durcheinander an, denn neben den laufenden Weizenkontrakt startet die Matif im März mit einem Parallelkontrakt mit spezifizierten Qualitäten. Hinzu käme der dritte Weizenkontrakt, der an der CBoT angesiedelt wäre.
 
Mais/Gerste: In Chicago profitierten die Maisnotierungen vom festen Weizen und Soja. Fundamentale Gründe für den Anstieg von 4,2 Cents/Bushel für die vorderen Termine fehlen. Allerdings könnten die anziehenden Rohölnotierungen den Tagestrend in Chicago begünstigt haben.
 
An der Matif zogen die Maisnotierungen bis zu 1 €/t an. In der Vorwoche wurden in der neue Importlizenzen über 243.000 t Mais gezogen, die sich damit auf über 5,6 Mio. t summiert haben. Auch die gute Nachfrage nach Gerste aus der EU hielt an. Es wurden 142.000 t neue Gersten-Exportlizenzen gezogen. Die Lizenzziehungen haben bei Gerste einen Umfang von mehr als 5,5 Mio. t Gerste erreicht. (St)
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