Auf Rekordkurs

China braucht immer mehr Soja

China wird weiterhin den weltweiten Ölsaatenmarkt dominieren. Das schätzt jetzt der Agrar-Attaché des US-Landwirtschaftsministeriums USDA in einem Ausblick bis auf das Wirtschaftsjahr 2015/16.

Der Attaché geht davon aus, dass China 2014/15 etwa 73 Mio. t Sojabohnen importieren wird, nach rund 70 Mio. t in der Saison 2013/14. Im Wirtschaftsjahr 2015/16 sollen die Einfuhren dann gut 77,5 Mio. t erreichen.

US-Sojaexporte steigen nur leicht

Die USA dürfen sich zwar auf eine weiter steigende Nachfrage nach Soja aus China freuen. Doch der Konkurrenzdruck aus Südamerika bleibe groß, heißt es in dem Attaché-Bericht. Im laufenden Wirtschaftsjahr 2014/15 soll China 28 Mio. t Sojabohnen aus den USA importieren und 2015/16 voraussichtlich 29 Mio. t. Das Wachstum der US-Exporte Richtung China ist somit flacher als der Anstieg des Bedarfs an Sojabohnen in der Volksrepublik.

Der rasant steigende Importbedarf des Landes ist laut dem Attaché-Report auf steigenden Wohlstand einer zunehmend urbanisierten Bevölkerung zurückzuführen. Deren Nachfrage nach Fleisch nimmt zu – eine in der Folge zunehmend industrialisierte Tierhaltung benötigt mehr Futtermittel.

Erzeugung im Inland tritt auf der Stelle

Die Sojaproduktion in China selbst stagniert bestenfalls. So geht die Erzeugung von 12,2 Mio. t in der Saison 2013/14 zurück auf 11,7 Mio. t 2015/16, wie das USDA in Peking weiter schätzt. Eine Kombination aus verfehlter Agrarpolitik und stagnierenden Erträgen drossele die Produktion, bilanzieren die US-Experten. (pio)
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