Märkte am Morgen: Ölsaaten

China räumt US-Bestände

Sojakomplex: Die Sojanotierungen an der CBoT machen einen gewaltigen Satz nach oben und erreichen vor dem vergangenen Wochenende 9,68 US-$/bushel. Damit liegen die Sojabohnen für November auf dem höchsten Stand seit Juli. Zuvor hatte das USDA einen Abbau der Sojabohnenbestände in den USA von rund 11 auf 37 Mio. bushel mitgeteilt. Damit hatte niemand gerechnet. Der flotte Export von Sojabohnen sorgt ebenfalls für eine ausgelassene Stimmung an den Börsen. Gegenüber Vorjahr sind die Verschiffungen um 33 Prozent gestiegen.

Demgegenüber müssen die Sojaölnotierungen an der CBoT Federn lassen in Reaktion auf schwache Märkte für Palmöl in Indonesien und Malaysia. Der Rückgang ist in den USA etwas unverständlich, denn die Sojaölbilanz ist fest aufgrund von Zöllen, die auf Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien erhoben werden. Sie führen zu einer höheren Nachfrage nach US-Pflanzenölen. Das Schrot schließt höher bei 311,50 US-$/short tons.

Raps: Aus Paris kommen für Raps gute Nachrichten. Denn die EU-Kommission verteidigt ihre Importzölle für Palmöl aus Malaysia. Man wolle die Zölle aufrechterhalten, bis ein Entschluss der Welthandelsorganisation (WTO) vorliegt, heißt es in Brüssel. Der November-Futures verbessert sich am Freitag leicht auf 368,75 €/t.

An der Börse in Winnipeg kommt es zum Wochenschluss zu leichten Kursverlusten. Die Rapsproduktion fällt etwas höher aus als bisher erwartet. Und auch die Trockenheit in Australien ist mittlerweile eingepreist. November-Canola in Winnipeg schließt bei 492,40 can-$/t um 1,60 can.$/t niedriger als am Vortag.

Rohöl: Die Ölpreise sind am Montag leicht gefallen. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Montagmorgen 56,58 US-$/Barrel (159 Liter). Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 14 Cent auf 51,53 US-$/Barrel. Im Monatsvergleich sind die Notierungen um etwa 12 Prozent gestiegen. (da)
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