Märkte am Morgen: Getreide

China storniert mehr US-Mais

Weizen: Die Weizenkurse an der Matif hielten sich am Freitag trotz etwas schwächerer Vorgaben aus Chicago stabil. Der Mai legte 1,50 €/t zu und auch der November konnte sich gut behaupten. In Chicago gab Weizen dagegen etwas nach, da für Teile des südlichen US-Weizengürtels Regen angekündigt waren.
 
Heute Morgen sieht die Tagestendenz zunächst freundlich aus. In Chicago bewegen sich die Weizenkurse an der elektronischen Börse in grünen Bereich. Dies könnte auch auf die Matif abfärben. Möglicherweise bekommen die Notierungen einen kurzfristigen Schub durch die Unruhen in der Ost-Ukraine.
 
Algerien hat einen Weizentender über 450.000 t optioneller Herkunft gekauft. Ägypten hat sich am internationalen Weizenmarkt ebenfalls mit 230.000 t bedient. Das Gros davon wird Rumänien liefern, jeweils 55.000 t steuern Russland und die Ukraine zum Ägypten-Tender bei.
 
In Argentinien deutet sich möglicherweise wieder eine etwas bessere Weizenernte im kommenden Jahr an. Das USDA-Büro in Buenos Aires geht davon aus, dass sich dadurch auch die argentinischen Weizenexporte gegenüber dem Vorjahr auf 6 Mio. t verdoppeln könnten. Aus der laufenden Kampagne kann Argentinien nach einer zweiten schwachen Weizenernte hintereinander nur 3 Mio. t exportieren. Das meiste davon geht ins benachbarte Brasilien. Dort erwarten die brasilianischen Agrar-Behörden eine kommende Weizenernte von 6,7 Mio. t (Vorjahr 5,3 Mio. t).
 
Mais: Die Maisnotierungen gaben hüben wie drüben etwas nach. An der Matif fielen die Kurse für die beiden vorderen Termine 1,25 €/t ins Minus. In Chicago standen die Notierungen unter Druck, da China höchstwahrscheinlich weitaus mehr Mais aus den USA storniert hat, als gedacht. Offiziell wurden bisher erst 900.000 t bestätigt, deren Annahme China aufgrund von nicht zugelassenen GMO-Linien verweigert hat. Nach Angaben der US-Getreidelobby soll es aber 1,45 Mio. t sein. (St)
stats