Märkte am Morgen: Ölsaaten

China zieht die Bohne runter

Sojakomplex: Die schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten ziehen den Sojakomplex gestern komplett in den roten Bereich. Das chinesische Wachstum für drei Monate bis Ende September wird bei 6,9 Prozent gesehen. Das bedeutet einen Wert unter den 7,0 Prozent im ersten halben Jahr und das geringste Quartalsergebnis seit 2009. Die Auswirkungen auf die Sojabohne als wichtigster Importeur sind deutlich. 


Dennoch können sich die US-Bohnenexporte sehen lassen. Die wöchentlichen Exportzahlen für Sojabohnen weisen 2,365 Mio. t und damit 14 Prozent mehr als zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr aus. Analysten waren von 1,2 bis 1,8 Mio. t ausgegangen. Etwa 1,8 Mio. t davon gehen nach China. Regen in einigen Schlüsselregionen Brasiliens wirkt ebenfalls dämpfend auf die Bohne.


Die US-Bohnenernte ist aktuell zu 77 Prozent abgeschlossen. Damit liegen die Farmer über dem Fünfjahresschnitt von 68 Prozent. In der Vorwoche waren es noch 62 Prozent. Die Novemberbohne verliert noch einmal 7,25 Cent /Bushel und schließt mit 8,91 US-$/Bushel.

Raps: In Paris kann der Raps wieder etwas Boden gutmachen. Er widersetzt sich damit den Entwicklungen in den USA. Der November legt 1,00 €/t auf 378,00 €/t zu.

Canola in Winnipeg geht allerdings den Weg der Sojamärkte in den USA. Er gibt nach.

Rohöl: Im Moment kommt das Rohöl nicht richtig auf die Füße. Schon wieder muss es gestern Verluste einstecken. Ein großes Angebot und die dazu fehlende Nachfrage lösen den Rückgang der Kurse aus. Die Konjunkturdaten aus China drücken auf die Stimmung. Heute Morgen stehen die Ölpreise wieder mit einer Gegenbewegung auf. Im frühen Handel zeigen sie leichte Erholungstendenzen Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet im Dezember 48,86 US-$ und damit 25 Cent mehr als am Montag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) liegt mit 46,49 US-$ 21 Cent über dem Vortagespreis. (dg)
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