Die chinesische Einfuhr von Milchprodukten soll in den kommenden Jahren weiter zunehmen, wenn auch nicht mehr so stark wie zuvor. Dies geht aus dem kürzlich vom Pekinger Landwirtschaftsministerium veröffentlichten Agricultural Outlook Report 2017 bis 2026 hervor, berichtet AgE . Demnach sollen im laufenden Jahr Milcherzeugnisse in einem Volumen von 14,2 Mio. t eingeführt werden; das wären 11 Prozent mehr als 2016. Bis 2026 soll die Importmenge auf 19 Mio. t ansteigen und damit um rund die Hälfte größer ausfallen als im vergangenen Jahr. In der vergangenen Dekade lag die jährliche Zuwachsrate im Schnitt jedoch noch bei 14 Prozent.

Einheimische Milchproduktion soll wachsen

Laut der Schätzung soll in den nächsten zehn Jahren auch die heimische Milchproduktion in der Volksrepublik wachsen, und zwar um 19 Prozent auf 44,7 Mio. t. Eine höhere Nachfrage wird dabei insbesondere für Milchpulver und Trinkmilch erwartet, was mit der zunehmenden Zahl an Geburten nach Einführung der „Zwei-Kind-Politik“ begründet wird. Allerdings weisen die Autoren der Prognose auch darauf hin, dass die Regierung die eigene Milchproduktion und Herstellung von Erzeugnissen im Land steigern will. Sollte das Vertrauen der Verbraucher in die Nahrungsmittelsicherheit des heimischen Angebots wachsen, könnte das den Importanstieg begrenzen. Im vergangenen Jahr wurden laut Presseberichten bei 2.532 Überprüfungen von Säuglingsnahrung bei 1,3 Prozent der Proben Verstöße gegen die geltenden Standards festgestellt. (az)
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