Ausblick 2014/15

Chinesische Importe schrumpfen

Die Agraranalysten der Commerzbank beschreiben ein drastisches Szenario. Sie beziehen sich auf Angaben des staatlichen chinesischen Agrarinstituts China National Grain and Oils Information Centre (CNGOIC). Dieses rechnet mit einem Rückgang der Maisimporte von 5,5 Mio. t in der Saison 2013/14 auf 3,5 Mio. t im neuen Wirtschaftsjahr. Die Weizenimporte sollen sogar von 7,0 Mio. t auf 3 Mio. t schrumpfen. Als Gründe nennt die Commerzbank gute Ernten, eine langsamer wachsende Nachfrage und reichlich gefüllte Lagerbestände. „China dürfte damit als potenzieller Preistreiber für Getreide wegfallen", heißt es in der Analyseabteilung der Bank.

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA hatte vor einer Woche für China ebenfalls einen Rückgang der Exporte ausgewiesen, der aberdeutlich moderater ausfallen würde. Außerdem legt das USDA für Mais eine andere Basis zugrunde. Die Amerikaner rechnen zurzeit mit einem Rückgang der Maisimporte von 4,5 Mio. t in der Saison 2013/14 auf 3,0 Mio. t im neuen Wirtschaftsjahr. Die Weizenimporte sollen von 7,0 Mio. t auf 6,5 Mio. t sinken. (db)
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