EU-Vergleich

DMK zahlt am wenigsten für Milch

Das Deutsche Milchkontor (DMK) mit 20,24 und die niederländische Molkerei DOC Kaas mit 20,25 ct/kg waren im Juni unter den großen europäischen Molkereien die Schlusslichter bei der Milchgeldauszahlung. Die im Frühjahr fusionierten Molkereien senkten das Milchgeld im Vergleich zum Mai um fast genau einen Cent.

Müller und Danone zahlen mehr

Auch die ertragsstarke Marke Milram konnte nicht verhindern, dass beim DMK der Mlchpreis im Juni sank.
-- , Foto: DMK
Auch die ertragsstarke Marke Milram konnte nicht verhindern, dass beim DMK der Mlchpreis im Juni sank.
Zwei Molkereien sahen Spielraum für eine Milchpreisanhebung: Müllermilch (auf 22,66 ct/kg) und Danone (31,14). Neben DMK und DOC Kaas senkten auch Arla (auf 24,54 ct/kg), Savencia (28,86), Lactalis (27,75), Sodiaal (28,96) und Dairy Crest (23,30) das Milchgeld. Die irischen Molkereien Dairy Gold (22,56), Glanbia (21,00) Kerry Agribusiness (22,93) hielten den Milchpreis stabil, zahlten aber erneut unterdurchschnittlich aus. Im Durchschnitt aller Molkereien wurden für Standardmilch mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß 25,14 ct/kg gezahlt; das waren 0,18 Cent/kg weniger als im Mai. Im Vergleich zum Juni 2015 beträgt der Rückgang 5 Cent.

Spotmarkt seit April im Aufwind

Der LTO erwartet, dass die großen Milchverarbeiter DMK, Arla und FrieslandCampina im Juli und August ihre Milcherzeugerpreise stabil halten. Als preisstützende Signale sieht der Verband eine rückläufige Milchanlieferung in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, steigende Preise für Butter, Käse und Milchpulver sowie einen seit Mitte April steigenden Spotmarkt.

Schwacher Euro unterstützt Drittlandsexport

In Euro berechnet zogen im Juni die Milchpreise in Neuseeland deutlich an. Sie stiegen von 20,11 Euro-Cent/kg auf 22,86 ct/kg. Der überwiegende Teil dieses Preisanstiegs ist allerdings auf die Abwertung des Euros gegenüber dem Neuseeländischen Dollar zurückzuführen, der von Mitte Mai bis Mitte Juni bis zu 10 Prozent verlor. Die Euroschwäche stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Molkereien im Drittlandexport gegenüber dem Mitbewerber Neuseeland. (SB)
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