Ernte 2014

DRV veröffentlicht erste Schätzung

Deutsche Erzeuger sollen 2014 rund 47 Mio. t Getreide einfahren. Das schätzt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) heute in seiner ersten Ernteprognose für 2014. Das Vorjahresniveau von 47,8 Mio. t würde somit nicht erreicht. Der DRV stützt sich auf erste offizielle Daten zur Aussaat für Wintergetreide im Herbst sowie auf eigene Einschätzungen zur Sommeraussaat und den Erträgen.

Etwas weniger Weizen

Die Weizenernte schätzt der Verband aktuell auf 24,6 (Vorjahr: 25,1) Mio. t. Für die Wintergerstenernte erwartet der Verband stabil zum Vorjahr 8,4 Mio. t. Bei Roggen führt die eingeschränkte Aussaatfläche zu einer im Vorjahresvergleich kleineren Produktion von 3,7 (4,7) Mio. t. Die Rapsernte schätzt der Verband aktuell auf 5,6 (5,8) Mio. t.

Ein gemischtes Bild ergibt sich dem DRV zufolge für die Aussaat von Sommergetreide. Während der Verband bei Sommergerste einen deutlichen Flächenzuwachs von gut 10 Prozent auf knapp 400.000 ha erwartet, rechnet der DRV bei Mais mit einer Anbaufläche, die mit 490.000 (495.000) ha leicht unter dem Vorjahresniveau bleibt.

Aufgrund des anhaltend milden Wetters mit lediglich einer starken Frostperiode in weiten Teilen Deutschlands, haben die Getreidebestände das Winterhalbjahr ohne nennenswerte Schäden überstanden, so der DRV. Das zeitig einsetzende Frühjahr habe dazu geführt, dass die Aussaat bereits begonnen hat, in diesem Jahr so früh wie selten zuvor. Insgesamt geht der DRV von einem Vegetationsvorsprung von drei bis vier Wochen aus.

Ukraine-Krise im Blick#/ZT’

Die Entwicklungen in der Ukraine verfolgt der Verband unterdessen „mit Sorge“. Es bleibe abzuwarten, ob sich durch die politische Krise Veränderungen der Warenströme im Getreidemarkt ergeben. (pio)
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