Märkte am Morgen: Ölsaaten

Dämpfer für die Rapspreise

Sojakomplex: Der Sojakomplex notierte unter roten Vorzeichen. Die Bohne gab 9,6 Cent/bushel und Schrot 2,3 US-$/short-ton im Frontmonat nach. Die Aussicht auf  südamerikanische Rekordernten und verstärkte Spekulationen über nachlassende Nachfrage Chinas nach US-Sojabohnen drückten auf die Stimmung. Eine unbekannte Destination hat den Kauf von 120.000 t US-Sojabohnen storniert. Möglicherweise steckt China dahinter. Dies ist bereits der dritte Storno in kürzester Zeit.
Auch Schrot konnte den Bohnen keine Impulse geben. Agentur-Berichten zufolge sollen die gedrückten Verarbeitungsmargen in Argentinien zu einem Rückgang der dortigen Sojaverarbeitung und zu einem geringeren Schrotanfall geführt haben.
 
Raps: Mit überraschend deutlichen Verlusten beendete Raps die Sitzung. Der Februar verlor an der Matif 6,50 €/t und auch der Mai gab 4,50 €/t nach. Der größte Druck dürfte von technischen Einflüssen gekommen sein, denn der Februarkontrakt verabschiedet sich am Freitag vom Börsenparkett. Aber auch Gewinnmitnahmen oder Währungseinflüsse könnten in den schwachen Tag eingeflossen sein, denn der Euro zeigte sich von seiner stabileren Seite.
In Winnipeg gaben die Canola-Notierungen auf allen Termin etwas nach.
 
Rohöl: Der Markt konnte sich etwas fangen und die beiden wichtigsten Ölsorten legten zu. Ein schwächerer US-Dollarkurs gab Hilfestellung. Der saudi-arabische Ölminister will sich zudem mit Vertreter Russlands und Norwegens treffen, um marktstabilisierende Maßnahmen zu erörtern. Die Commerzbank sieht kurzfristig noch keine stabileren Rohölpreise und rechnet mit einem Abwärtsrisiko bis auf 40 US-$/Barrel. (St)
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