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Debüt für neuen Weizenfuture

Zwei Futures im Vergleich
Der Chicagoer EU-Wheat-Future basiert wie der in Paris gehandelte Mahlweizen-Future ‚No. 2‘ auf 50 Tonnen. Ebenfalls gleich sind die vier Liefermonate September, Dezember, März und Mai. Die Handelszeiten in Chicago sind geringfügig kürzer als in Paris. In Chicago sind als Qualitätswerte 10,5 Prozent Protein, eine Fallzahl von 170 Sek. und ein Hektolitergewicht von 74 kg definiert. Für ‚No. 2‘ an der Matif steht zurzeit lediglich das Hektolitergewicht von 76 kg fest. Ab September 2017 werden die Kontraktspezifikationen in Paris um einen Proteingehalt von mindestens 11 Prozent und eine Fallzahl von 220 Sek. erweitert. (db)
Ein neuer Weizenfuture auf EU-Mahlweizen hatte am Montag Premiere. Die Chicago Mercantile Exchange (CME) registriert, dass am ersten Handelstag 411 Kontrakte umgesetzt worden sind. Gut die Hälfte des Handels entfiel auf den Frontmonat Dezember, der mit einem Schlusskurs von 157,25 €/t aus dem Markt ging. Die Notierung lag 1,00 €/t niedriger als für den Weizenfuture des gleichen Liefermonats an der Matif, mit dem das neue Angebot aus Chicago direkt konkurriert. Der Umsatz in Paris lag am Montag allerdings etwa um den Faktor 50 höher.

Die Börse in Chicago hat den neuen Future bereits im Februar 2015 angekündigt. Er wird in Euro notiert, die Basis entspricht dem Exportmarkt in Rouen. Zur Fälligkeit angedient werden kann der Future in akkreditierten Lagerhäusern in Frankreich. Tim Andriesen, Managing Director für Agrarprodukte der CME-Gruppe, verspricht ein effizientes Hedging-Werkzeug für Marktteilnehmer. Besonders interessant seien Arbitrage-Geschäfte zwischen dem europäischen Markt und den Weizen-Futures, die an der zur CME-Gruppe gehörenden Chicago Board of Trade (CBoT) angeboten werden. (db)
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