Märkte am Morgen: Ölsaaten

Deutliche Verluste für die Sojabohne

Sojakomplex: Schwache wöchentliche Exportzahlen, problemloses und sogar gutes  Wachstumswetter für die US-Sojabohnen drückten auf die Chicagoer Kurse. Die Julibohne verlor 14,6 Cent/bushel und fiel auf fast 9 US-$/bushel. Die Kurse bewegen sich auf dem tiefsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren. Schrot ließ ebenfalls Federn und der Juli gab 4,1 US-$ auf 294 US-$/short ton nach. Sojaöl büßte 30 Punkte ein. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von nur 111.200 t lagen erheblich unter den Markterwartungen.
 
Raps: Der Druck am Rapsmarkt setzte sich mit schwachen Chicagoer Sojabohnen fort. Die Matif kam mit Notizverlusten von bis zu 1,40 €/t noch halbwegs gut weg. Der August schloss mit 357 €/t.
In Winnipeg gab die neue Ernte sogar 6 Can-$/t nach. Der alterntige Frontmonat hielt sich noch oberhalb der psychologischen 500-Dollar Marke. Umfragen und Analysten zufolge haben die kanadischen Farmer in diesem Jahr die Canola Fläche um 9 % auf 22,2 Mio. acres ausgeweitet. Die Schätzung liegt knapp 1 % unter der offiziellen Zahl von Statistics Canada.
 
Palmöl: In Malaysia konnte sich Palmöl mit Währungseinflüssen gut behaupten. Im Jahresverlauf hat Palmöl allerdings 22 % verloren. Die Talfahrt soll Einschätzungen von Analysten zufolge noch weitergehen. Sie halten einen Kursrückgang auf 2200 MYR in der zweiten Jahreshälfte 2017 für möglich. Der aktivste Monat September notierte am Vortag noch mit 2447 MYR. Schätzungen zufolge lässt sich für das laufende Jahr eine Produktionssteigerung von etwa 15 % auf 19,5 bis 20 Mio. t Palmöl in Malaysia und ein Anstieg der Bestände auf 2,1 bis 2,3 Mio. t erwarten.
 
Rohöl: Die Kurse konnten sich in einer Gegenreaktion auf die strammen Verluste der Vortage kurzfristig fangen. Brent-Crudeöl notierte nach einem Plus von 0,40 US-Herberge mit 45,22 US-$/Barrel. Die Opec und Co. wollen ihre geplanten Produktions- Einschränkungen möglicherweise noch über die Pläne hinaus ausdehnen, wird kolportiert. Am Markt herrscht allerdings wenig Vertrauen, ob sich dadurch das globale  Überangebot einschränken lässt. (St) 
stats