Märkte am Morgen: Ölsaaten

Deutliche Verluste im Sojakomplex

Sojakomplex: Die besseren Wetteraussichten für Argentinien, aber auch für Teile Brasiliens und für Paraguay lassen die Sojabohnen in Chicago deutlich schwächer schließen. Die Kurse für die beiden vorderen Termine verlieren 26 Cent/bushel. Der März schließt mit 10,23 US-$/bushel. Auch Sojaschrot muss mit Verlusten bis zu 8,6 US-$/short ton Federn lassen. Der Märztermin fällt auf 334,40 US-$/short ton. Die spekulativen Fonds ritten zum Wochenauftakt eine Verkaufswelle, denn in den vergangenen Wochen haben Sie Ihre netto Long-Positionen  auf den Höchststand seit einem halben Jahr ausgebaut.
 
In Argentinien zeichnet sich für die kommenden Tage wärmeres und trockeneres Wetter ab, bei allerdings regionaler Niederschlags- und Schauertätigkeit. Die Befürchtungen über weitere Ertragsminderungen der argentinischen Sojabohnenernte schwächen sich aber zunehmend  ab.
 
Raps: Die Notierungen an der Matif gaben mit schwachen Sojabohnen nach. Der Februar profitierte an seinem vorletzten Handelstag noch von Technik und verlor bei einem Schlusskurs von knapp 427 €/t 'nur' 1,50 €/t. Der Mai-Kontrakt wurde kräftiger gebeutelt und gab 5 €/t auf 413 €/t nach. Zeitweise bewegt sich der Mai mehr als 7 €/t im roten Bereich. Auch an der Matif dürften Liquidationen und technische Verkäufe für den Druck auf die Raps-Futures gesorgt haben.
 
In Winnipeg sah es nicht anders aus. Die Kurse für Canola gaben bis zu 7 Can-$/t nach. Der März-Kurs fiel auf 511 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Kurse in Malaysia reagieren heute Morgen auf den schwachen Sojakomplex mit scharfen Verlusten von um die 50 MYR. Am Montag fanden keine Notierungen statt.
 
Rohöl: Die etwas schwächere Tendenz setzte sich fort. Brent-Crudeöl verlor 0,29 US-$ und schloss mit 55,48 US-$/Barrel. WTI verlor etwas mehr und notierte mit 52,63 US-$/Barrel. Die aktiven Bohrungen in den USA stiegen erneut an und erreichten den höchsten Stand seit November 2015. Bei einem Ölpreis von mehr als 50 US-$/Barrel rechnet sich die Schieferölproduktion in USA wieder besser.
 
Die Opec hinkt aktuellen Auswertungen zufolge bei der Umsetzung der geplanten Produktionseinschränkungen von 1,8 Mio. Barrel/Tag hinterher und hat neuen Auswertung zufolge die Produktion erst um 900.000 Barrel/Tag  heruntergefahren. Analysten gehen davon aus, dass die Produktionseinschränkungen allenfalls zu 75 % erreicht werden. (St)
 
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