Drittlandsgeschäft

Deutsche Gerste an der Spitze

Das Exportgeschäft der EU ist 2014/15 nicht so flott angelaufen wie im Vorjahr. Vor allem Weichweizen fließt langsamer in Drittländer ab. Die EU-Kommission registriert in den ersten vier Wochen der aktuellen Vermarktungssaison Lizenzvergaben über 763.000 t Weichweizen. Vor einem Jahr war es zum gleichen Zeitpunkt 26 Prozent mehr. Bei Gerste ist der Abstand geringer. Hier liegt die EU mit Lizenzvergaben in den ersten vier Wochen 2014/15 von 789.000 t rund 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Frankreich führt mit Weizen - Deutschland mit Gerste

Bei den Weichweizenexporten 2014/15 hat zurzeit Frankreich mit 316.000 t einen deutlichen Vorsprung vor Deutschland mit  rund 145.000 t. Bei Gerste führt dagegen Deutschland  mit fast 185.000 t vor Frankreich mit 169.000 t. Weitere wichtige Exportländer für beide Getreidearten sind aktuell die Niederlande und Rumänien.

EU-Kommission prognostiziert Rückgang

Anhaltend hoch sind die Maiseinfuhren der EU, die sich in den ersten vier Wochen der aktuellen Saison auf fast 900.000 t belaufen. Die Importmenge ist fast zehn Mal so hoch wie im Juli 2013. Die größten Mengen von jeweils rund 300.000 t sind im Juli 2014 nach Spanien und in die Niederlande geflossen.  Die EU-Kommission rechnet allerdings in ihren aktualisierten Getreidebilanzen damit, dass im gesamten Wirtschaftsjahr 2014/15 die Maisimporte der EU auf rund 9,0 Mio. t zurückgehen werden. Im Vorjahr hatte die EU eine sehr große Maismenge von 14,2 Mio. t importiert.

Ukraine bedient sich des zollfreien Kontingents

Der Anteil der Ukraine an den bisherigen EU-Maisimporten lässt sich nicht beziffern, weil die EU-Kommission die Zahlen für das zollfreie Kontingent nur bis zur dritten Woche des laufenden Wirtschaftsjahres aktualisiert hat. In diesen drei Wochen hat die Ukraine Importlizenzen für gut 63.000 t Mais abgerufen. Insgesamt steht der Ukraine ein zollfreies Kontingent für 400.000 t Mais bis Dezember 2014 zur Verfügung. (db)
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