Märkte am Mittag

Deutscher Weizen im Export beliebt

Rund 5 Mio. t Weizen sind bislang aus der EU in Drittländer exportiert worden. Auch Ware aus Deutschland geht nach Nordafrika. Bislang werden aber an den Häfen Kontraktware verschifft, die bereits im Mai kontrahiert worden ist.

Die Landwirte halten sich mit Kontraktabschlüsse für September und Dezember zurück. In Niedersachsen steht die Zuckerrüben- und Kartoffelernte an, so dass die Landwirte derzeit kaum Weizen verkaufen wollen. Schon gar nicht zu den derzeit schwachen Preisen.

Allerdings werden in Hamburg bereits Prämien für B-Weizen in Höhe von 10,00 bis 12,00 €/t aufgerufen. Für A- und E-Weizen können Aufschläge von 30,00 bis 35,00 €/t erzielt werden. Auch die Mühlen zahlen diese Preise.

In Rostock werden seit Montag Kurse für Weizen aufgerufen, die unterhalb der Gebote aus Russland liegen. Dies ist sehr ungewöhnlich. Russland sei in diesem Jahr besonders preisbewusst, beobachtet Gustav Bartels, Getreidehändler beim Landhandel Weiterer in Algermissen. Dort findet heute das Seminar der agrarzeitung (az) statt.

Dagegen wüsste man nicht, welche Mengen noch aus der Ukraine in diesem Vermarktungsjahr 2014/15 kommen. Sicher ist, dass eine große Maisernte bevorsteht, und der Druck auf die Preise in Deutschland und weltweit sehr groß ist. (da)
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