Algerien

Deutscher Weizen punktet


Die diesjährige algerische Weizenernte ist mit geschätzten 1,9 Mio. t mindestens 40 Prozent kleiner als im Vorjahr. Als Grund für den Rückgang nennt das Außenbüro des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) in Algier Trockenheit in der Vegetationsperiode. Die Amerikaner gehen deswegen davon aus, dass Algerien in der Saison 2014/15 rund 7,5 Mio. t Weizen importieren könnte.

In den vergangenen Jahren hat Algerien nach den Aufzeichnungen des USDA-Büros im Durchschnitt 6 bis 7 Mio. t Weizen am Weltmarkt gekauft - gut drei Viertel davon Brotweizen und ein knappes Viertel Durum. Unter den Lieferländern hat Frankreich bisher  die Nase mit Abstand vorn gehabt. Die Amerikaner schätzen, dass Algerien im Durchschnitt der Jahre 82 Prozent der Brotweizenimporte und 59 Prozent der Durumimporte aus Frankreich bezogen hat.

In dieser Saison dürfte Frankreich jedoch an Bedeutung verlieren, weil die Weizenqualitäten dort schwach ausgefallen sind. Besonders profitieren könnten deutsche Anbieter. Das USDA-Büro berichtet von einer Handelsveranstaltung Ende Oktober in Algier, bei dem der französische Anteil an den diesjährigen Weizenimporten auf etwa 50 Prozent geschätzt wurde. Deutschland soll 26 Prozent liefern, gefolgt von Polen mit 8 Prozent und Großbritannien mit 5 Prozent. Den Rest teilen sich kleinere Anbieter auf. (db)
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