Märkte am Morgen: Getreide

Die Mischungs machts

Weizen: Nach der Hitze herrschen im Mittleren Westen in den USA nach einer  Wetterwende beste Aufwuchsbedingungen für Weizen und Mais. Was die Farmer freut, bringt die Kurse ins Straucheln. Der September-Weizen gibt am vergangenen Freitag an der Chicagoer Börse CBoT um weitere 8,25 auf 554,00 Cent/Bushel nach. Der Wochenverlauf vom 10. bis 17. Juli kannte nur eine Richtung: nach unten. Um 32 auf 554 Cent/Bushel. Nach einem kurzem Aufbäumen können die Weizennotierungen an der Pariser Börse den Vorgaben aus den USA am Freitag (17.7.) kaum etwas  entgegensetzen und verlieren 2,00 auf 192,50 €/t. US-Weizen muss so langsam um seine Exportchancen bangen. Der US-Dollar gewinnt immer mehr an Stärke, was den Weizen im Ausland stark verteuert.


Mais:
Der größte Verlierer des vergangenen Freitages in den USA war jedoch Mais. Börsianer rechnen nun doch mit einer guten Ernte und stuften den Septembertermin um 9,75 auf 420,25 Cent/Bushel ab. Es herrschen ideale Wachstumsbedingungen von ausreichend Feuchtigkeit und Wärme, schwärmen Marktbeobachter. International bessern sich die Exportchancen. Denn in China bleibt die Regierung auf ihren Beständen sitzen, was sich auf den Import von Mais und Sorghum positiv auswirken dürfte.

Ein völlig anders Bild bietet französischer Mais. Hier hinterlassen Trockenheit und Hitze ihre Spuren. Das Getreideamt France Agrimer vergibt nur noch an 67 Prozent der Bestände das Prädikat gut. Vor zwei Wochen waren es noch rund 80 Prozent. Ähnlich desaströs sieht es auch in Süddeutschland aus. Die Pflanzen erreichen jetzt die entscheidende Bestäubungsphase. Mais hat einen hohen Selbsterhaltungstrieb - will heißen, die Kolbenausbildung bleibt auf der Strecke, bevor die grünen Pflanzenteile vertrocknen. Die Maisnotierungen könnten somit wieder in den Plusbereich drehen. (da)


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