Märkte am Morgen: Ölsaaten

Druck am Sojamarkt setzt sich fort

Sojakomplex: Die Sojabohnen schlossen nach einem auf und ab noch knapp behauptet. Die März-Bohne notierte mit 10,49 US-$/bushel. Schrot schloss für den März mit 343 US-$/short ton und mit einem freundlichen Unterton. Sojaöl gab etwas nach. Heute Morgen bewegen sich die Sojabohnenkurse in Chicago unter roten Vorzeichen. Auch Schrot verliert leicht. Die Fonds haben in der Vorwoche ihre netto Short-Positionen für Sojabohnen auf den höchsten Stand seit Juni 2016 ausgebaut.
 
In Brasilien wird die Ernte im Norden und im Mato Grosso durch Regenfälle behindert. In der Vorwoche waren Schätzung vor Ort zufolge im Mato Grosso 16,3 % der Sojabohnen abgeerntet. In Anbetracht der frühen Aussaat im größten brasilianischen Anbaugebiet hinkt der Erntestand hinterher. In Argentinien sind etwa 650.000 ha von Überschwemmungen und extremer Nässe betroffen, berichtet das Agrarministerium. Dies könnte sich in einer rund 3 Mio. t kleineren Sojabohnenernte niederschlagen.
 
Raps: Die Kurse an der Matif zeigen für die späten Termine Konsolidierungstendenzen. Der Februar gewann mit Technik noch einmal 0,50 € hinzu und notierte mit 428,25 €/t. Die offenen Positionen für den Frontmonat bauen sich weiter ab, denn am Dienstag dieser Woche hat der Februar seinen letzten Handelstag.
In Winnipeg drückten schwache Pflanzenölnotierungen die Canola-Kurse nach unten. Der März verlor 2,40 Can-$/t und notierte mit 518 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Notierungen Malaysia gaben mit Gewinnmitnahmen erneut etwas nach. Heute Morgen fehlen Vorgaben aus Ostasien.
 
Rohöl: Gegenreaktionen auf den überraschend festen Vortag und schwächere US-Konjunkturdaten ließen die Rohölpreise wieder etwas fallen. Brent-Crudeöl verlor 0,72 US-$/Barrel und schloss mit 55,52 US-$. In den USA hat sich das BIP im vierten Quartal 2016 weniger als erwartet erhöht. Die Commerzbank rechnet aufgrund der starken Ausbaus von spekulativen long-Position der Anleger mit Korrekturpotenzial bei den Rohölpreisen. (St) 
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