Märkte am Mittag

Druck auf Preise nimmt zu


Nach den Niederschlägen der vergangenen Tage macht sich bei allen Beteiligten eine gelassene Haltung breit. Dazu trägt zusätzlich bei den Mühlen die Erwartung auf einen etwas früheren Erntetermin bei. Deshalb sehen die Verarbeiter nur noch einen relativ geringen Anschlußbedarf bei ihrer Weizenversorgung.
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Im Zuge eines kleinen laufenden Bedarfsgeschäftes haben sie ihre Gebote zuletzt deutlicher zurückgenommen. Sie liegen südlich der Donau für A-Weizen gegenwärtig um 192,00 bis 193,00 €/t franko. Immer wieder kommt es zu Anfragen aus Italien, wobei die Abnehmer hier mehr an B-Weizen interessiert sind.

Sie sind bereit für B-Weizen zwischen 190,00 bis 192,00 €/t ab Station zu bezahlen. Insgesamt aber sind die Handelsaktivitäten bei alt- und neuertigem Weizen zurzeit verhalten.

Die Landwirte haben sich mittlerweile von ihren Restbeständen weitgehend getrennt (siehe az-Umfrage). Aktuell liegen die Erzeugerpreise für A-Weizen im Schnitt bei etwa 183,00 €/t netto, frei Erfassungslager. B-Weizen wird mit rund 181,00 €/t abgerechnet.

Bei Futterweizen variieren die Erlöse regional stärker zwischen 175,00 bis 182,00 €/t. Weizen der kommenden Ernte wird zwar laufend in kleineren Mengen gehandelt, doch fehlt dem Markt bislang der rechte Schwung.

Die Käuferseite hofft angesichts des hervorragenden Saatenstandes und der internationalen Entwicklung auf weiter leicht sinkende Forderungen. Die Landwirte indes nehmen eine abwartende Haltung ein. Regional sind sie nicht unbedingt von einem ungewöhnlich frühen Erntezeitpunkt überzeugt. Jedenfalls wurden erst relativ wenig Terminkontrakte zwischen Erzeugern und Erfassern abgeschlossen. (HH)
Die az-Umfrage zeigt: Die Lager der Landwirte sind schon weitgehend leer.
-- , Foto: az
Die az-Umfrage zeigt: Die Lager der Landwirte sind schon weitgehend leer.

    
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