Märkte am Morgen: Ölsaaten

Druck auf Rapspreise setzt sich fort

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse in Chicago konnten sich auf dem abgesenkten Niveau gut behaupten und fangen. Die Notierungen zogen bis zu 3,4 Cent/bushel an, die Julibohne schloss mit 9,07 US-$/bushel. Auch bei Sojabohnen dürfen Positionsbereinigungen und technische Einflüsse vor der kommenden US-Flächenschätzung am Freitag stabilisiert haben. Sojaschrot notierte für den Juli mit 294 US-$/short ton gut behauptet und Sojaöl mit minimalen Notizverlusten. Nachbörslich wurde die Bonitierung der US-Feldbestände in den Kategorien gut bis exzellent überraschend um 1 % auf 66 % zurückgenommen.

Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 315.000 t Sojabohnen fielen neutral bis freundlich  aus. Mexiko hat in den ersten Quartal dieses Jahres seine Sojaschrotimporte aus den USA um 15 % reduziert. Hintergrund sind die Pläne der Trump-Administration, die Nafta-Vereinbarungen neu zu verhandeln.
 
Raps: Der Druck am europäischen Rapsmarkt setzte sich fort. An der Matif gaben die Kurse bis zu 1,25 €/t nach. Der Erntetermin August schloss mit 356 €/t. 
Auch in Winnipeg notierte Canola-Raps mit Währungseinflüssen geringfügig schwächer und der Juli mit 508 Can-$/t. Die Wetterbedingungen in Kanada sind durchwachsen.
 
Palmöl: In Kuala Lumpur fanden zum Wochenauftakt keine Notierungen statt. Auch heute Morgen gibt es noch keine neuen Kurse aus Malaysia.
 
Rohöl: Nach einer durchwachsenen Sitzung schließt Rohöl noch mit hellgrünen  Vorzeichen. Brent-Crudeöl legte 0,29 US-$ auf 45,83 US-$/Barrel zu. Auch WTI macht Boden gut. Die Commerzbank macht eine technische Erholung und Gegenreaktion auf den jüngsten Kursverfall aus. Fundamental drückt unverändert das Überangebot am Rohölmarkt, denn in den USA haben sich die aktiven Bohrungen in der 23. Woche hintereinander erhöht. (St) 
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