Märkte am Mittag

Druck auf Weizenpreis hält an

An den physischen Märkten fehlen im Westen zurzeit jegliche Anregungen. Die westdeutschen Mühlen sind weiterhin nicht als Käufer dabei. Vereinzelt haben sie sich als Käufer bereits für das laufende Wirtschaftsjahr komplett zurückgezogen, jedenfalls vorerst. Allerdings dürfte die Versorgung für die zweite Hälfte des Wirtschaftsjahres noch nicht abgeschlossen sein. Konkrete Weizenkurse lassen sich kaum ermitteln. Es gibt allenfalls Quotierungen für den Weizen franko westdeutsche Mühle, die etwa 2,00 €/t unter den jeweiligen Matif-Notierungen für das neue Jahr liegen.
 
Der Börse setzt heute Morgen die schwache Tendenz der Vortage fort. Die Stimmung am Terminmarkt war durch den am Donnerstag auslaufenden Dezember-Kontrakt gedrückt, denn aus der Währung und den Vorgaben aus Chicago ließ sich kein allzu großer Druck auf die Matif ableiten. Technische Einflüsse ließen den Kurs für den Frontmonat gegen Mittag nach einem Minus von fast 3 €/t auf unter 170 €/t abrutschen. Auch der Märztermin verlor seine Stützungslinie von 180 €/t.
 

Vorweihnachtliche Ruhe bei Futtergetreide

Am Futtergetreidemarkt herrscht ebenfalls Flaute. Ein Marktbeteiligten formulierte die die äußerst ruhige Stimmung mit „gefühlt haben wir seit drei Tagen Weihnachten“. Für das alte Jahr ist die Mischfutterindustrie im Nordwesten, wenn überhaupt, nur noch an Kleinstmengen an Getreidekäufen interessiert. Die nominellen Kurse für Futterweizen frachtfrei Südoldenburg lagen für Dezember bei 175 €/t. Für Januar/März wurde Futterweizen in der Veredlungsregion mit 179 €/t offeriert, die Geldkurse lagen etwa 2,00 bis 3,00 €/t darrunter.
 
Der Rapsmarkt eröffnete heute Morgen nach dem rückläufigen Sojanotierungen vom Vortag und aktuell niedrigen Palmölnotierungen schwach. An der Matif fiel der Februarkurs gegen Mittag zwar 2,25 €/t zum Vortag ab, hielt sich aber noch oberhalb von 380 €/t. „Es sieht so aus, dass die 380 €/t eine magische Stützungslinie bleibe“, formulierte es ein Marktbeteiligter. Die Kassaprämien auf den Niederrhein haben sich mit plus 8 €/t für Januar/März nicht verändert. Die Preise für Rapsschrot sind mit schwachem Sojanotierungen dagegen noch einmal stark unter Druck geraten und haben gegenüber dem Vortag rund 5 €/t verloren. Am Niederrhein wurde Rapsschrot heute mit 193 €/t für Dezember-Lieferung offeriert. (St) 
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