Märkte am Morgen: Ölsaaten

Druck auf Ölsaaten setzt sich fort

Sojakomplex: Vor der heutigen US-Flächenschätzung sorgten Positionsbereinigungen noch einmal für schwache Sojanotierungen. Die Mai-Bohne verlor 6 Cent/bushel und notierte mit 9,63 US-$/bushel  auf dem tiefsten Stand seit rund fünf Monaten. Für Sojaschrot hielten sich die Verluste in überschaubarem Rahmen. Der Mai schloss mit 3,15 US-$/short ton nur wenig schwächer. Sojaöl verlor 20 Punkte. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 681.000 t Sojabohnen für die alte Ernte kamen sogar etwas besser als erwartet herein, konnte aber nicht stützen.  
 
Der IGC rechnet mit einer globalen Sojabohnenernte von 345 Mio. t und einem Zuwachs von 4 Mio. t für 2017/18. Darin sind die aktuellen südamerikanischen Ernten aber nicht enthalten, da sie noch in das laufende Wirtschaftsjahr fallen.
 
Raps: Der Druck auf die Rapspreise setzte sich fort. Der schwache Sojamarkt, gedrücktes Palmöl, wechselseitige negative Einflüsse der Rapsbörsen in Europa und Übersee und Liquidationen der Fonds verstärkten den Abwärtstrend. An der Matif fiel der Maikontrakt zeitweise auf 394 €/t, schloss aber noch 1,50 €/t über seinem Tagestief. In Winnipeg gab Canola-Raps für den Frontmonat 6,60 Can-$ nach und fiel auf 487 Can-$/t.
 
Palmöl: Mit Kursverlusten von mehr als 60 MYR fielen die Palmölnotierungen zeitweise auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Heute Morgen bringen kleinere Shortabdeckungen in Malaysia Palmöl wieder etwas nach oben, können die Vortagsverluste aber bei weitem nicht ausgleichen.
 
Rohöl: Die Erholung setzte sich fort. Brent-Crudeöl notierte nach einem Plus von 0,54 US-$ knapp unter 53 US-$/Barrel. WTI legte etwas mehr zu und schaffte den Sprung über die psychologische 50-Dollar-Marke. Spekulationen über eine Verlängerung der Kürzungsmaßnahmen der Opec und anderer Förderländer über die erste Hälfte dieses Jahres hinaus gaben Auftrieb. Die Opec Mitglieder haben einer Agenturumfrage zufolge die Kürzungspläne zu 95 % durchgesetzt. Den Löwenanteil trägt Saudi-Arabien, das seine Produktion weitaus mehr als im Plan vorgesehen gekürzt hat.  (St) 
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