Einen Ertrag von rund 7 t/ha haben Winterweizen und Wintergerste in Thüringen gebracht. Das teilte der Landesbauernverband auf seiner Erntepressekonferenz Anfang der Woche mit. Damit fällt die Ernte gemessen an den Ergebnissen der vergangenen fünf Jahre durchschnittlich aus, bleibt aber 12 Prozent hinter der Ausnahmesaison 2014 zurück.

Zwar haben sich Rekordhitze und Wetterkapriolen nicht so heftig in der Ernte niedergeschlagen wie noch zu Beginn der Kampagne befürchtet. Der Bauernverband weist aber darauf hin, dass die Erträge regional sehr streuen. Bei Winterweizen schwankten sie zwischen 5 und 10 t/ha. Deutlicher als bei Getreide fällt der Ertragsrückgang bei Raps mit 17 Prozent gegenüber 2014 auf 3,7 t/ha aus.

Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Die Linke) hob bei der Präsentation der Ernteergebnisse die geringe Kornfeuchte von unter 14 Prozent hervor. Dies ermögliche den Landwirten, das Getreide ohne größeren Aufwand zu lagern. (az)
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