Mangelware

Durum knapp wie selten zuvor

In Frankreich ist die Ernte 2014 von Hartweizen (Durum) auf unter 1,5 Mio. t gesunken, berichtet das Agraramt France AgriMer. Es nennt zum Vergleich eine Ernte von 2,4 Mio. t vor zwei Jahren. Der Anbau ist bereits im Vorjahr geschrumpft. In diesem Jahr kommt noch erschwerend hinzu, dass die Ernte 2014 qualitativ abfällt.

Als Grund für den Rückgang des Anbaus führt France AgriMer den geringen Preisunterschied zwischen Weichweizen und Hartweizen in den beiden Erntejahren 2012 und 2013 an. In diesem Jahr hat sich das Bild vollständig gewandelt. Hartweizen fob Pallice notierte vor einer Woche bei etwa 450 €/t im Vergleich zu 194 €/t für Weichweizen.

Auf der Grundlage von Vorschlägen der Durummühlen bereitet France AgriMer jetzt einen Aktionsplan für drei Jahre vor, um die französische Hartweizenerzeugung und die Struktur der nachgelagerten Branchen zu unterstützen. Gedacht ist an ein festes Vertragssystem vom Landwirt zum Handel sowie vom Handel zu den Mühlen.

Vorerst profitiert Hartweizen auch von gekoppelten Beihilfen, die Frankreich nach der EU-Agrarreform beibehält. Nach Informationen von France AgriMer ist ein Budget von 7 Mio. € für die Erzeugung von Qualitätshartweizen in traditionellen Gebieten eingeplant.

Das Agraramt weist darauf hin, dass in fast allen produzierenden Ländern die Durumernte 2014 deutlich kleiner ausfällt als im Vorjahr. Das gelte insbesondere für Kanada und die USA sowie in Europa für Griechenland, Italien und Spanien. (db)
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