Die Milchanlieferungen lagen in der EU im ersten Halbjahr 2016 in Summe noch um 3,3 Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraumes 2015. Im Juni wurde jedoch die Vorjahreslinie erstmals in diesem Jahr unterschritten, und zwar um 2 Prozent. Im Juli 2016 dürfte diese rückläufige Tendenz angehalten haben. Dies teilte die EU-Kommission bei der jüngsten Sitzung der Milchmarkt-Beobachtungsstelle in Brüssel mit. In einigen Mitgliedsländern wie etwa Irland oder den Niederlanden befindet sich die Produktion aber nach wie vor auf hohem Niveau. Im Gesamtjahr 2016 dürfte die EU-Anlieferung um 0,9 Prozent über der von 2015 liegen, so die Schätzung der Kommissionsexperten.

Der durchschnittliche Milcherzeugerpreis lag in der EU im Juli 2016 bei 25,5 Cent/kg und dürfte nach den starken Rückgängen in den vorangegangenen Monaten die Talsohle durchschritten haben. Für August 2016 deuten die vorläufigen Schätzungen auf einen leichten Anstieg des Erzeugerpreises auf 25,7 Cent hin. (AIZ)
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