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In der letztwöchigen Analyse richteten wir die Erwartungshaltung auf potentiell steigende Kurse. Trotz des bestehenden Widerstandsbündels zwischen 164,25 und 167,50 €/t war unsere Erwartungshaltung auf die Potentiale 173,75 und 177,00 €/t gerichtet. Mit einem Befreiungsschlag wurde am Donnerstag vergangener Woche nicht nur das oben genannte Widerstandsbündel übersprungen, sondern auch mit Höchstkursen über 167,50 €/t weiteres Aufwärtspotential eröffnet. Am Folgetag wurden 173,75 €/t souverän angelaufen, am gestrigen Montag auch 177,00 €/t erreicht. Die Ziele sind nun abgearbeitet und die technische Lage kurzfristig überkauft (Commodity Channel Index). Die im Verlauf des gestrigen Handelstages einsetzenden Gewinnmitnahmen überraschten also nicht.

Die Lage bleibt bei Kursen über 164,25 €/t positiv

 


Nun geht es darum, die dynamischen Kursgewinne zu verdauen. Den vorherigen Widerständen kommt damit in veränderter Form Bedeutung zu. Sie fungieren nun als Unterstützungen. Unser Augenmerk liegt für die kommende Woche erneut auf der Region zwischen 164,25 und 167,50 €/t. Sofern der Matif-Weizen 164,25 €/t nicht unterschreitet, darf mit weiter steigenden Kursen bis an den seit 2012 bestehenden Abwärtstrend bei 178,00 €/t gerechnet werden. Kurse darüber würden ein völlig neues Kapitel der Weizenpreisentwicklung aufschlagen. Schnell wären dann Kurse bei 186,00 €/t und darüber realistisch. 

Risiken im Auge behalten


Auch wenn das Pendel weiterhin zur positiven Seite tendiert, darf das potentielle Risiko nicht aus den Augen verloren werden. Kurse unter 164,25 €/t würden das Positivszenario gefährden und den Handel schnell auf 160,00 und in Folge auf 152,00 €/t fokussieren lassen. Und nach wie vor gilt: Unterhalb der 150,75 €/t müssten wir mit deutlich fallenden Notierungen rechnen. Jegliches Aufwärtspotential wäre zunächst egalisiert.

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Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
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